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Messerstecherei in München: Polizei nimmt Tatverdächtige fest

Mehrere Männer gehen auf einen 26-Jährigen los. Der erleidet mehrere Stichverletzungen und muss notoperiert werden. Die Polizei meldet einen schnellen Erfolg.
von  Niclas Vaccalluzzo
In der Mathäser-Passage kam es zu einer Messerstecherei, jetzt wurden zwei Tatverdächtige festgenommen.
In der Mathäser-Passage kam es zu einer Messerstecherei, jetzt wurden zwei Tatverdächtige festgenommen. © Ben Sagmeister

Update, 28. Januar, 12.14 Uhr: Die Münchner Polizei am Mittwoch der AZ auf Anfrage bestätigt, dass die beiden Tatverdächtigen in U-Haft sitzen.

Zielfahndung der Polizei bringt schnellen Erfolg

Es handelt sich den Angaben zufolge um einen 30-Jährigen aus dem Landkreis Pfaffenhofen und einen 25-Jährigen aus dem Landkreis Lindau – beide mit afghanischer Staatsangehörigkeit.

Update, 27. Januar, 11.46 Uhr: Im Rahmen ihrer Ermittlungen zu der Messerstecherei in der Mathäser-Einkaufspassage haben Einsatzkräfte der Münchner Zielfahndung am Montagabend im Landkreis Pfaffenhofen zwei Tatverdächtige festgenommen. 

Haftbefehl gegen zwei Tatverdächtige erlassen 

"Hierbei handelt es sich um einen 30-Jährigen aus dem Landkreis Pfaffenhofen und einen 25-Jährigen aus dem Landkreis Lindau – beide mit afghanischer Staatsangehörigkeit", teilt die Polizei dazu weiter mit. Die beiden Männer leisteten demnach keinen Widerstand.

Die Staatsanwaltschaft München I habe gegen die Tatverdächtigen einen Haftbefehl beantragt, der vom Amtsgericht München erlassen worden sei.     

26-Jähriger nach Messerstecherei verletzt

Erstmeldung, 25. Januar: Rund um den Mathäser-Filmpalast herrscht samstags normalerweise reges Treiben: Feierwillige ziehen durch die Bayerstraße, Kinobesucher strömen in den Gebäudekomplex und in der angeschlossenen Einkaufspassage bummeln potenzielle Kunden.

Genau dort kam es jedoch am vergangenen Samstag zu einem schwerwiegenden Vorfall. Wie die Polizei mitteilt, ereignete sich gegen 18.30 Uhr im Bereich der Mathäser-Einkaufspassage eine Messerstecherei.

Mehrere Männer sollen dabei auf einen 26-Jährigen losgegangen sein. Der Afghane ohne festen Wohnsitz in Deutschland erlitt mehrere Stichverletzungen im Oberkörperbereich und musste notoperiert werden. "Wir gehen derzeit nicht davon aus, dass er in Lebensgefahr schwebt", sagte ein Polizeisprecher am Tag nach der Tat.

Rund 50 Einsatzkräfte beteiligt – Fahndung ohne Erfolg

Wie es zu der Auseinandersetzung kam, ist bislang unklar. Die unbekannten Täter flüchteten laut Polizei in verschiedene Richtungen. Eine anschließende Fahndung blieb ohne Erfolg.

Nach dem Polizeieinsatz, an dem rund 50 Einsatzkräfte beteiligt waren, wurden vor Ort Zeugen befragt. Diese beschrieben die Täter als männlich, schlank, mit schwarzen Haaren und dunkler, sportlicher Bekleidung.

Das Kommissariat 11 hat die Ermittlungen übernommen und bittet Zeugen, die sich zum Tatzeitpunkt im Mathäser aufgehalten haben und Hinweise zu dem Vorfall geben können, sich bei der Polizei (08929100) zu melden.

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