Hackerangriff auf TU München: Was bisher bekannt ist

Die TU München ist Opfer eines Hackerangriffs. Sie informierte darüber am Freitagnachmittag die Mitarbeiter und Studenten. Was bisher bekannt ist.
von  Jan Krattiger
Die TUM wurde Opfer eines Hackerangriffs.
Die TUM wurde Opfer eines Hackerangriffs. © dpa/Sven Hoppe

Ende September war es die Ludwig-Maximilians-Universität, die Opfer eines Hackerangriffs wurde und die bis heute mit den Auswirkungen zu kämpfen hat. Jetzt hat es offenbar auch die zweite große Münchner Universität getroffen. 

Laut einer Mitteilung der Technischen Universität München (TUM) von Freitagmittag auf ihrer Webseite haben unbekannte Hacker das Portal "myTUM" angegriffen und haben Passwörter für die zentrale Anmeldung an TUM-Systemen erbeutet, "und zwar von allen Personen, die sich bei myTUM angemeldet haben", so die Mitteilung. 

Hackerangriff auf die TUM: Daten erbeutet

Mit weiteren Zugangsdaten haben die Hacker dann offenbar das zentrale Campus-Management-System angegriffen. Das nahm die TUM dann vom Netz. 

Die Hacker haben laut ersten Informationen Passwörter, Namen, private Anschrift und Geburtsdatum von allen Personen mit TUM-Account erbeutet. Bei Mitarbeitern zusätzlich die Dienstanschrift und die dienstliche Telefonnummer, bei Studenten "gegebenenfalls" die Matrikelnummer, den Studiengang und die Anzahl der Fachsemester. 

Die TUM schreibt weiter, sie habe die Zugriffe der Angreifer protokolliert und ausgewertet. Man gehe derzeit davon aus, "dass keine weiteren Daten aus TUMonline betroffen sind, etwa Noten oder Studienplatzbewerbungen". Man prüfe dies weiter. 

Betroffene sollen ihr TUM-Passwort ändern, dafür gebe es bis kommenden Montag mehrere Möglichkeiten. Genauere Informationen bietet die TUM auf ihrer Webseite. Man soll außerdem bei E-Mails, Briefen und Anrufen vorsichtig sein, Betrüger könnten mit Namen, Studiengang und Anschrift "glaubwürdig wirkende Nachrichten verfassen". 

Die TUM hat nach eigenen Angaben die betroffenen Accounts gesperrt und TUMonline vorübergehend deaktiviert. "Nach unserem derzeitigen Kenntnisstand konnten wir dadurch verhindern, dass sich der Angriff weiter ausbreitet", so die TUM. Sie habe den Vorfall dem Bayerischen Landesbeauftragten für Datenschutz gemeldet und Strafanzeige erstattet. 

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