Nach Hungerstreik: Zehn Flüchtlinge verschwunden

Eigentlich sollte die Polizei 15 Teilnehmer des Hungerstreiks aus der Event-Arena holen. Da waren aber nur fünf.
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Am Dienstagmittag holen Polizisten einige Teilnehmer des Hungerstreiks aus der Interims-Unterkunft am alten Radstadion.
Petra Schramek Am Dienstagmittag holen Polizisten einige Teilnehmer des Hungerstreiks aus der Interims-Unterkunft am alten Radstadion.

München - Die Münchner Polizei hat alle zwölf Flüchtlinge, die sie am Dienstag mit aufs Präsidium genommen hat, wieder laufengelassen. Der letzte, ein Mann aus Pakistan, wurde gestern von der Haftrichterin entlassen. Weil er sich an einem Baum geklammert und die Polizisten beschimpft hatte, waren ihm Widerstand gegen die Staatsgewalt und Beleidigung vorgeworfen worden.

Die meisten Teilnehmer des Hungerstreiks dürften mittlerweile wieder in den ihnen zugewiesenen Gemeinschaftsunterkünften angekommen sein – von zehn Männern, die nach der Räumung in der Event-Arena untergebracht waren, fehlt allerdings jede Spur. Sie sind offenbar geflüchtet, als die Polizei eintraf.

Von den übrigen seien vier nach der Überprüfung ihrer Personalien freiwillig mit dem Zug zurück in ihre Heime gefahren, so ein Polizei-Sprecher zur AZ.

Einer sei in den Zug nach Lechbruck im Ostallgäu gesetzt worden, aber wieder ausgestiegen und schließlich mit einem Streifenwagen dorthin gebracht worden. Sechs hätten sich anderweitig auf den Rückweg gemacht.

Nach Auskunft der Polizei haben vier der Männer gegen die Residenzpflicht verstoßen. Zwei von ihnen sind in Berlin, ein dritter in Nordrhein-Westfalen gemeldet. Die meisten anderen waren nach AZ-Informationen in Gemeinschaftsunterkünften in Bayern untergebracht.

Wo sich die zehn Asylbewerber aufhalten, die nach der Räumung des Hunger-Camps am Sendlinger Tor zusammen mit fünf weiteren Demonstranten im alten Radstadion untergebracht worden sind, ist unbekannt.

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