Nach Flugzeug-Chaos in München: Polizei schaltet sich ein

Die unfreiwillige Nacht in Flugzeugen am Münchner Flughafen schlägt weiter hohe Wellen. Inzwischen hat sich auch die Polizei eingeschaltet.
AZ/dpa |
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Am Münchner Flughafen mussten Passagiere über Nacht in mehreren Lufthansa-Maschinen ausharren. (Symbolbild)
Am Münchner Flughafen mussten Passagiere über Nacht in mehreren Lufthansa-Maschinen ausharren. (Symbolbild) © Sven Hoppe/dpa

Nachdem Hunderte Passagiere unfreiwillig eine Nacht in Flugzeugen am Münchner Flughafen verbringen mussten, hat sich die Polizei eingeschaltet. "Wir können bestätigen, dass die Polizeiinspektion Flughafen München einen Bericht zu dem Vorfall zur weiteren Prüfung an die Staatsanwaltschaft Landshut erstellt", sagte ein Sprecher des Polizeipräsidiums Oberbayern Nord. Zuvor hatten die Zeitung "Die Welt" und der Bayerische Rundfunk berichtet hatten.  

Ein "wohl unbeteiligter Dritter" habe eine Prüfung der Vorgänge angeregt, hieß es aus dem Präsidium. Dieser Antrag sei über ein Kontaktformular beim Landeskriminalamt (LKA) in München eingegangen. Anzeigen von betroffenen Passagieren gingen nach Polizeiangaben bislang nicht ein. Noch im Verlauf des Dienstags sollte der Bericht der Staatsanwaltschaft vorgelegt werden. 

Worum es darin geht und ob etwaige Straftatbestände untersucht werden, teilte die Polizei auch auf Nachfrage nicht mit. Die Staatsanwaltschaft äußerte sich ebenfalls zunächst nicht zu der Frage. Die Lufthansa hatte bereits mitgeteilt, dass die Betroffenen eine finanzielle Entschädigung erhalten sollen. Fünf der sechs betroffenen Flüge zählten zur Lufthansa Group. Sowohl die Fluggesellschaft als auch der Flughafen hatten sich für die "unzumutbare Situation" entschuldigt. 

Busse fehlten

Insgesamt waren laut Flughafen in der Nacht zum Freitag vergangener Woche sechs Flüge mit rund 600 Passagieren betroffen, die bereits an Bord waren und eigentlich starten sollten. Als die Flugzeuge dann aber wegen des starken Schneefalls wider Erwarten doch nicht abheben durften, fehlten Busse, um die Fluggäste ins Flughafengebäude zurückzubringen. 

Zwischen 0 Uhr und 5 Uhr morgens gilt in München die Nachtflugregelung. Um trotzdem doch noch möglichst viele Flüge zu ermöglichen, sei in der Nacht eine Sonderfluggenehmigung eingeholt worden und Flugzeuge seien noch bis 1 Uhr nachts auf die Rollfelder geschickt worden. Wegen des massiven Schneefalls konnten die betroffenen sechs Flieger in dem Zeitfenster nicht abheben.

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  • Tonio vor 15 Minuten / Bewertung:

    Dem 5-Sterne-Flughafen München sollte zumindest mal ein Stern entzogen werden. Die Servicequalität entspricht so ganz und gar nicht den Ansprüchen.

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  • Mallory vor einer Stunde / Bewertung:

    Aha, dann bin ich anscheinend nicht der Einzige, der bei dem Vorfall etwaige strafrechtliche Aspekte vermutet.

    Kommentiert am 23.02.2026
    Da stellt sich evtl. die Frage, ob hier nicht auch Freiheitsberaubung bzw. Nötigung im Raum steht, wenn die Türen im Flugzeug 8 Stunden vorsätzlich verschlossen bleiben, nur weil angeblich am Flughafen und in ganz München (!) kein Bus zur Verfügung steht.
    Es ist doch lächerlich und ein Armutszeugnis sonders gleichen, dass Lufthansa oder der Flughafen keinen Bus auftreibt, der die Menschen die paar Meter zum Terminal bringt.

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  • Witwe Bolte vor 21 Minuten / Bewertung:
    Antwort auf Kommentar von Mallory

    Einen Bus hätte es sicher gegeben, jedoch keine Fahrer, die hatten schon Feierabend. Auch die Gangways konnten nicht zu den Fliegern gefahren werden, mangels Personal.
    Schaut so aus, als hätte man die 6 Flugzeuge in Warteposition schlicht und einfach vergessen.

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