Nach dem tödlichen Bus-Unfall in Trudering: Beileidsbekundungen vor Ort
Bei einem schweren Busunfall im Osten Münchens ist ein Fahrgast gestorben – mehrere Menschen wurden schwer verletzt. Nach Angaben eines Polizeisprechers war ein Linienbus im Stadtteil Trudering gegen die Mauer eines Gebäudes gefahren. Wie ein Sprecher der Polizei auf Anfrage der AZ-Redaktion mitteilte, handelt es sich bei der toten Person um ein 13-jähriges Mädchen. Sie erlag ihren Verletzungen noch vor Ort.
Zudem sind sechs weitere Personen Polizeiangaben zufolge verletzt. Wie die Beamten am Sonntagmorgen gegenüber der AZ mitteilen, handelt es sich aktuell um 1 schwerverletzte Person und 6 leichtverletzte. Laut dpa gehört auch der 38-jährige Busfahrer zu den Verletzten. Eingangs hieß es von der Polizei, dass mehr als zehn Menschen verletzt worden seien.

In den sozialen Medien meldet sich auch Münchens Oberbürgermeister Dieter Reiter zu Wort. Er wurde noch am Samstag von der Polizei darüber informiert wurde, dass ein "Bus aufgrund eines medizinischen Notfalls des Fahrers in Trudering in der Feldbergstraße ungebremst in eine Gebäudemauer gefahren" ist. Er berief sich dabei auf die Einsatzleitung und den Chef der Münchner Verkehrsgesellschaft (MVG). "Meine Gedanken sind bei den Eltern und den Angehörigen und Freunden des jungen Mädchens", so Dieter Reiter auf Instagram. Auch zu den weiteren Schwerverletzten äußert sich Münchens OB. Er wünscht ihnen, "dass sie alle wieder vollständig gesund werden" und eine "gute Besserung."
Am Samstag war die Feuerwehr mit zahlreichen Einsatzkräften am Unfallort damit beschäftigt, die Verletzten zu versorgen.
Am Nachmittag war die Polizei noch länger am Unfallort im Einsatz und mit Bergungsarbeiten des Busses beschäftigt. Hilfskräfte des Zentralen Psychologischen Dienst der Polizei (ZPD) und des Kriseninterventionsteams (KIT) betreuten die Angehörigen. Die Straße musste zwischenzeitlich gesperrt werden. Die Polizei schätzte den Schaden auf mehrere Tausend Euro.

Unfallbus wurde geborgen – Beileidsbekundungen am Unfallort
Der Linienbus ist inzwischen geborgen, die Unfallstelle am Sonntagmorgen mit einer Absperrung und einer Plane blickdicht abgezäunt. Vor Ort sind mehrere Kerzen aufgestellt worden, Menschen bekunden am Sonntag ihr Beileid für das junge Opfer des Unglücks und die Verletzten.
Die genaue Ursache des Unglücks ist auch am Sonntagvormittag weiterhin unklar. Sicher ist aktuell nur, dass ein Fremdverschulden ausgeschlossen werden könne, so die Polizei gegenüber der AZ am Sonntagmorgen. Ob ein gesundheitliches Problem bei dem Busfahrer tatsächlich eine Rolle für den tragischen Unfall spiele, ermittele die Polizei weiter.