Nach Bluttat am Scheidplatz: Das hat der Ermittlungsrichter entschieden
Update 16.47 Uhr: Der 21-jährige Münchner, der in der Nacht auf Sonntag blutend an einer Bushaltestelle am Scheidplatz in München-Schwabing gefunden wurde, und der mutmaßliche Täter, ein 18-Jähriger aus München, kennen sich. Sie verkehren laut Polizei im selben Freundeskreis. Beide sind bereits bei der Polizei aktenkundig, der mutmaßliche Täter wegen Körperverletzung und Diebstahl.
Verdächtiger sitzt in U-Haft
Der 18-Jährige ist am Mittwoch gegen 11 Uhr von Zielfahndern der Polizei in München festgenommen worden. Er leistete keinen Widerstand. Der gebürtige Slowake wurde am Donnerstagnachmittag dem Ermittlungsrichter vorgeführt. Der entscheidet, dass der Verdächtige in die JVA Stadelheim in Untersuchungshaft kommt. Dem 18-Jährigen wird versuchter Totschlag vorgeworfen. Der Auslöser für die Tat, das Motiv, weshalb der 21-jährige Münchner niedergestochen wurde, bleibt weiterhin unklar. Die Mordkommission, K 11, ermittelt.
Passanten finden Opfer blutend am Boden
Erstmeldung vom 5.10.: Die Tat ereignete sich in der Nacht auf vergangenen Sonntag. Gegen 1.45 Uhr entdeckten Passanten an einer Bushaltestelle im Bereich des Scheidplatzes und der Belgradstraße einen stark blutenden 21-jährigen Mann, der am Boden lag. Das Opfer wies mehrere schwere Stichverletzungen im Unterleib auf und musste noch in der Nacht in einer Klinik notoperiert werden. Inzwischen ist der Zustand des 21-Jährigen stabil, er wird weiterhin stationär behandelt.
Das passierte in der Tatnacht
In der Nacht auf Sonntag ist am Scheidplatz im Münchner Stadtteil Schwabing ein schwer verletzter junger Mann gefunden worden. Der 21-Jährige aus München blutete stark aus einer Wunde im Bauchbereich. Passanten verständigten Rettungsdienst und Polizei. Die Mordkommission hat noch in der Nacht Ermittlungen am Tatort aufgenommen.
Opfer lag blutend am Boden
Kurz vor 2 Uhr in der Nacht wurde der 21 Jahre alte Mann aus München gefunden. Er lag bei einer Bushaltestelle im Bereich des Scheidplatzes und der Belgradstraße am Boden. Der Tatort liegt unweit des Schwabinger Krankenhauses. Das Opfer hat laut Polizei mehrere Stichwunden erlitten, die stark bluteten. Über die Tatwaffe liegen keine Informationen vor, wie ein Polizeisprecher sagte.
Notoperation noch in der Nacht
Ein Notarzt brachte den Patienten ins Krankenhaus. Der 21-Jährige wurde noch in der Nacht notoperiert. Offenbar war bei dem Patienten im Bereich des Unterleibs eine Arterie verletzt worden, daher rührte vermutlich der starke Blutverlust. Der Zustand des 21-Jährigen ist inzwischen aber stabil. Lebensgefahr bestehe nicht, so ein Polizeisprecher am Montag.
Ermittlungen wegen eines versuchten Tötungsdelikts
Die Mordkommission hat noch in der Nacht die Ermittlungen übernommen. Am Tatort wurden umfangreiche Maßnahmen zur Spurensicherung durchgeführt. Die Fahndung nach dem mutmaßlichen Täter läuft. Bisher gibt es aber keinen konkreten Tatverdacht. Ermittelt wird wegen eines versuchten Tötungsdelikts.
21-Jähriger offenbar kein Zufallsopfer
Die Polizei geht davon aus, dass es sich bei dem 21-Jährigen um kein Zufallsopfer handelt. Eine Vorbeziehung zwischen Täter und Opfer werde derzeit nicht ausgeschlossen, heißt es im Polizeipräsidium. Tatablauf und Tathintergründe sind laut Polizei aktuell aber weiterhin noch völlig unklar. Der 21-Jährige wird weiterhin auf der Intensivstation eines Krankenhauses behandelt. Er ist weiterhin nicht vernehmungsfähig und konnte daher von den Ermittlern der Mordkommission bisher noch nicht befragt werden. Der Münchner ist bei der Polizei kein unbeschriebenes Blatt. Gegen den 21-Jährigen war in der Vergangenheit wegen Körperverletzung und Eigentumsdelikten ermittelt worden.
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