Nach Betrug mit fünf Millionen Masken: Landgericht München verhängt Haftstrafe

Nach einem Maskengeschäft für 22 Millionen Euro muss ein Unternehmer jetzt ins Gefängnis. Was hat er sich zuschulden kommen lassen?
von  AZ/dpa
Der Unternehmer soll laut dem Urteil im Zuge des Maskengeschäfts Steuern in Millionenhöhe hinterzogen haben. (Symbolbild)
Der Unternehmer soll laut dem Urteil im Zuge des Maskengeschäfts Steuern in Millionenhöhe hinterzogen haben. (Symbolbild) © Thomas Frey/dpa

Ein Unternehmer muss wegen Steuerhinterziehung nach Geschäften mit Corona-Schutzmasken in Millionenhöhe eine mehrjährige Haftstrafe absitzen.

Angeklagter legt vor Gericht ein Geständnis ab

Die Wirtschaftsstrafkammer des Landgerichts München II verurteilte den 39-Jährigen zu einer Freiheitsstrafe von fünf Jahren und zehn Monaten unter anderem wegen Steuerhinterziehung in neun Fällen, unerlaubtem Besitz einer Schusswaffe und weil er sich falsche amtliche Ausweise verschaffte. 

Das Urteil beruht demnach auf einer Verständigung, nach dem der Angeklagte ein Geständnis vor Gericht abgelegt hatte. Es ist noch nicht rechtskräftig. Das Gericht ordnete zudem Wertersatz in Höhe der hinterzogenen Steuern gegen den Angeklagten und Nebenbeteiligte an. 

Schutzmasken für 22 Millionen Euro

Dem Urteil zufolge hatte der Angeklagten aus dem oberbayerischen Gauting (Landkreis Starnberg) im Jahr 2020 für das Bundesgesundheitsministerium fünf Millionen FFP2-Masken beschafft und zum Preis von rund 22 Millionen Euro ausgeliefert. Allerdings gab er dies bei der Steuererklärung nicht richtig an: Er zahlte den Angaben zufolge 10,7 Millionen Euro Steuern zu wenig.

Sein Geltungsbedürfnis und der luxuriöse Lebensstil hätten den Angeklagten auf den falschen Weg geführt, urteile der Vorsitzende Richter laut einer Gerichtssprecherin. Bei seiner Festnahme habe dieser einen geladenen Revolver und Munition sowie zwei gefälschte slowenische Ausweise mit sich geführt.

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