Nach Anschlag in Berlin: Stadtrat fordert mehr Geld für Sicherheit am CSD in München

Nach dem tödlichen Anschlag auf den Berliner CSD zieht München Konsequenzen: Alle demokratischen Parteien im Stadtrat fordern ein modernes Sicherheitskonzept und zusätzliches städtisches Geld, damit der CSD und andere queere Veranstaltungen auch künftig sicher stattfinden können.
Jan Krattiger
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So zogen Teilnehmer der Parade anlässlich des Christopher Street Day (CSD) durch die Innenstadt. Die demokratischen Parteien im Stadtrat fordern mehr Schutz. (Archiv)
So zogen Teilnehmer der Parade anlässlich des Christopher Street Day (CSD) durch die Innenstadt. Die demokratischen Parteien im Stadtrat fordern mehr Schutz. (Archiv) © dpa/Karl-Josef Hildenbrand

Alle demokratischen Parteien im Münchner Stadtrat, von der Linken bis zur CSU, fordern gemeinsam in einem Antrag, dass die Stadt queere Veranstaltungen in München besser schützt.

Die Gefährdungslage habe sich in den letzten Jahren besonders verschärft, so die Begründung. Der Christopher Street Day, der in ganz Deutschland stattfindet, sei "eine der größten und wichtigsten Demonstrationen für Demokratie", so die Parteien im Antrag.

Nach Anschlag: Mehr Sicherheit für queere Veranstaltungen in München

Dass queere Veranstaltungen ganz besonderen Gefährdungslagen ausgesetzt seien, habe der Anschlag am Rand des Berliner CSD am Samstagabend gezeigt. Ein Islamist fuhr mit einem Auto in die Menschenmenge und tötete dabei eine Frau. 29 Menschen wurden teils schwer verletzt. Nach intensiver Fahndung haben ihn Polizeikräfte am Sonntag in einer Kleingartenanlage gefunden, er wurde bei dem Einsatz erschossen.

Auch München müsse "aus diesen Ereignissen Konsequenzen ziehen", so der Antrag weiter. Die Parteien fordern für den CSD ein modernes Sicherheitskonzept. Die Kosten dafür könne der Veranstalter nicht allein tragen. Die Stadt soll darum ein zusätzliches Sicherheitsbudget bereitstellen. "Wer den CSD politisch unterstützt, muss auch die Voraussetzungen dafür schaffen, dass queere Veranstaltungen sicher stattfinden können", so die Begründung.

So könne der CSD auch in Zukunft als "friedliches, offenes und sicheres Fest der Demokratie" durchgeführt werden.

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