MVV Preiserhöhung: Für Gelegenheitsfahrer und Radler wird's teurer!

Am 11. Dezember wechseln die Fahrpläne in München - und traditionsgemäß steigen dann auch wieder die Preise für Bus-, Tram- und U-Bahn-Fahrer. Dieses Mal durchschnittlich um 2,9 Prozent. Gelegenheitsfahrer und Radler trifft es besonders hart.
| Linda Vogt
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Am 11. Dezember wechseln die Fahrpläne in München - und traditionsgemäß steigen dann auch wieder die Preise für Bus-, Tram- und U-Bahn-Fahrer. Dieses Mal durchschnittlich um 2,9 Prozent. Gelegenheitsfahrer und Radler trifft es besonders hart.

München - Unumgängich sei die Preiserhöhung, die auf die Kunden von Münchens öffentlichen Nahverkehr zukommt - so schreibt es der MVV auf seiner Facebookseite. Ab Sonntag, traditionsgemäß zum Fahrtplanwechsel im Dezember, steigen wieder die Tarife. Einzelfahrkarten kosten dann 2,80 Euro statt 2,70 Euro, Streifenkarten 13,50 Euro statt 13 Euro. Gelegenheitsfahrer sind von der Erhöhung am stärksten betroffen, durchschnittlich steigen die Preise im Zonentarif um 3,3 Prozent.

Für die Tageskarten müssen zwischen 2,3 und 3,5 Prozent mehr bezahlt werden, bei den Zeitkarten werden die Tarife für alle Ringe angehoben. Fast jede Ticketkategorie wird damit teurer, nur die Kurzstrecke bleibt mit 1,40 Euro unangetastet. Um 2,9 Prozent steigen die Preise ab Sonntag im Durchschnitt. Eine Übersicht über die neuen Preise finden Sie hier.

MVV: "Wir wissen, das wird keinen freuen"

An zu wenig Einnahmen kann es nicht liegen. Ganz im Gegenteil: Immer mehr Fahrgäste haben die U-Bahn an ihre Belastungsgrenze getrieben (AZ berichtete). Das Unternehmen scheint zu ahnen, dass es bei den Preiserhöhungen kaum auf Verständnis hoffen darf. "Wir wissen, das wird keinen freuen", leitet der MVV seine unangenehme Ankündigung auf Facebook ein.

Dann folgt die Erklärung: Das neue, größere Angebot 2017, steigender Erneuerungsbedarf sowie Tarifabschlüsse sorgen für steigende Kosten. Und für die sollen nun die Kunden zahlen.

Wie erwartet, zeigen sich viele Kunden empört und machen ihrem Unmut auf Facebook Luft. "Im internationalen Vergleich hat München das unverständlichste Tarifsystem. Im internationalen Vergleich hat München die allerwenigsten Erneuerungen und Innovationen. Und dennoch hat München im internationalen Vergleich das teuerste Öffentliche Nahverkehrssystem. Warum?" - das Unverständnis überwiegt bei den Kommentaren.

Besonders schwer trifft es 2017 die Radler. 3,00 Euro zahlen sie ab Sonntag für ihr mitgeführtes Fahrrad oder Tandem, und das auch schon für eine einzige Fahrt. Denn eine Tageskarte ist die einzige Möglichkeit, für sein Gefährt zu bezahlem. Zuvor war das Tickete noch für 2,60 Euro zu haben.

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So wächst das Angebot

Bei all dem Ärger über die höheren Preise können sich Fahrgäste immerhin auf das größere Angebot freuen. Insgesamt wächst es 2017 um 2,3 Prozent. Die Fahrgäste erwartet unter anderem die neue Linie nach Steinhausen, dichtere Taktung bei den MetroBussen sowie längere Fahrzeiten. Die AZ hat die Veränderungen für Sie aufgelistet.

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