MVG-Sprecher warnt: "Bis 2030 müssen wir ausbauen"

München wächst rasant. Neben dem angespannten Wohnungsmarkt, stehen auch die Öffentliche Verkehrsmittel vor großen Problemen. Ohne ein besseres Verkehrssystem droht bald der Kolllaps.
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Alltag im Münchner Berufsverkehr: Fahrgäste drängeln im Untergrund vor den U-Bahnen – vor allem im Zentrum wird es immer enger. Foto: dpa
dpa Alltag im Münchner Berufsverkehr: Fahrgäste drängeln im Untergrund vor den U-Bahnen – vor allem im Zentrum wird es immer enger. Foto: dpa

München - Wer morgens mit den Öffentlichen Verkehrsmitteln zur Arbeit fährt, kennt das Szenario: Überfüllte U-Bahnen - trotz 5-Minuten-Takt. Bei Bus und Tram schaut's auch nicht viel besser aus. Vor allem zur Rushhour stößt das öffentliche Verkehrssystem an seine Grenzen.

Und die Stadt wächst weiter - jedes Jahr um ungefähr 30 000 Menschen. Das verschärft die ohnehin schon angespannte Lage. Die MVG verzeichnet Jahr für Jahr neue Passagierrekorde. 2015 nutzten 566 Millionen Menschen das Angebot der MVG.

Schon im vergangenen Jahr warnte der damalige MVG-Chef Herbert König vor dem U-Bahn-Kollaps: "Wenn man jetzt nichts tut, wird es Mitte des nächsten Jahrzehnts zum Kollaps des U-Bahn-Systems kommen".

Trotz des vor wenigen Wochen beschlossene zweite S-Bahn-Tunnel, kann noch keine Entwarnung gegeben werden. Zwar wird dieser den Nahverkehr in München sicherlich merklich entlasten, aber bei den prognostizierten Wachstumszahlen reicht das bei weitem nicht.

AZ-Kommentar: München braucht mehr

"Bis 2030 müssen wir sowohl das U-Bahn-Netz als auch die Tram-Strecken ausbauen", sagt MVG-Spreche Matthias Korte in der "SZ". Mit Taktzeitverdichtung allein sei es nicht getan.

 

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