MVG in der Corona-Krise: Zeitweise 20 Prozent Schwarzfahrer!

Hohe Verluste und viele Schwarzfahrer. MVG-Chef Ingo Wortmann legt die erschreckenden Corona-Zahlen offen und kündigt höhere Ticketpreise an.
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Harte Zeiten - auch für die MVG. Geschäftsführer Ingo Wortmann beklagt Verluste im Millionenbereich und ärgert sich über dreiste Schwarzfahrer.
Harte Zeiten - auch für die MVG. Geschäftsführer Ingo Wortmann beklagt Verluste im Millionenbereich und ärgert sich über dreiste Schwarzfahrer. © IMAGO / STL

München - Nicht nur eine geringere Nachfrage belastet die Münchner Verkehrsgesellschaft (MVG) in der Corona-Pandemie, auch macht ihr das vermehrte Schwarzfahren zu schaffen. Geschäftsführer Ingo Wortmann (46) wählt in einem Interview mit der "Bild" nun klare Worte.

Jeder Fünfte Fahrgast ist schwarzgefahren

Im vergangenen Corona-Jahr habe die MVG 140 Millionen Euro Verlust verzeichnet, von denen 90 Prozent über den Rettungsschirm ersetzt werden. Auf einen weiteren wird noch gehofft. Im Interview berichtet er außerdem, wie stark viele Münchner die Situation im ersten Lockdown, als zeitweise nicht kontrolliert wurde, ausgenutzt haben: "Als wir in der zweiten Maiwoche wieder kontrolliert haben, sind teilweise 20 Prozent der Fahrgäste schwarzgefahren. Das ist jeder Fünfte! Normalerweise ist die Quote mit drei Prozent deutlich geringer."

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Ein volles Fahrplanprogramm könne die MVG aufgrund der finanziell brenzligen Situation bald nicht mehr fahren und geplante Investitionen müssten verschoben werden. Wortmann nimmt kein Blatt vor den Mund - um teurere Fahrkarten kommen die Münchner nicht herum: "Wir können nicht weiter ohne Preiserhöhung arbeiten."

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