Münchnerin fällt auf Schockanruf rein – nun sind zwei Millionen Euro weg

Stundenlang wurde eine Münchnerin von Betrügern am Telefon unter Druck gesetzt. Am Ende händigte sie Gold im Millionenwert aus.
André Wagner |
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Eine Münchner Seniorin wurde Opfer von Telefonbetrügern und händigten diesen Gold im Wert von zwei Millionen aus (Symbolbild)
Eine Münchner Seniorin wurde Opfer von Telefonbetrügern und händigten diesen Gold im Wert von zwei Millionen aus (Symbolbild) © Roland Weihrauch/dpa

Opfer von sogenannten Schockanrufen gehören in München mittlerweile – leider – fast zum Tagesgeschäft der Polizei. Doch so einen drastischen Fall gab es in München bisher noch nicht.

Am Mittwochnachmittag, gegen 17 Uhr, erhielt eine 77-Jährige aus Haidhausen einen Anruf. Eine Frau, die sich am Telefon als "Monika Weber" ausgab, erzählte der Seniorin, dass ihre Tochter in einen Autounfall verwickelt sei, bei dem zwei Personen ums Leben kamen. Um zu verhindern, dass die Tochter verhaftet wird, müsse die 77-Jährige nun einen hohen Geldbetrag zahlen.

Münchner Seniorin wird stundenlang unter Druck gesetzt

Zunächst habe die Anruferin einen Betrag von 180.000 Euro gefordert. Über einen längeren Zeitraum wurde die 77-Jährige bei dem Telefonat auf emotionale Art und Weise immer stärker unter Druck gesetzt. Am Ende brachte die unbekannte Anruferin die Seniorin dazu, gegen 20.30 Uhr zwei Männern, die als "Herr Schwarz" und "Herr Braun" vorstellig wurden, Goldbarren und Goldmünzen im Gesamtwert von sage und schreibe zwei Millionen Euro auszuhändigen. Mit der wertvollen Beute ergriffen die beiden Abholer im Anschluss die Flucht in unbekannte Richtung.

Durch einen Anruf bei der Tochter, bei dem sich herausstellte, dass es dieser gut gehe, wurde der 77-Jährigen bewusst, dass sie Opfer eines Betrugs geworden ist. Es folgte ein Anruf bei der Polizei.

Zeugenaufruf: Wer hat im angegebenen Zeitraum im Bereich Ostbahnhof, Orleansstraße, Orleansplatz und Wörthstraße (Haidhausen) Wahrnehmungen gemacht, die im Zusammenhang mit diesem Vorfall stehen könnten? 
Personen, die sachdienliche Hinweise geben können, werden gebeten, sich mit dem Polizeipräsidium München, Kommissariat 61, Tel. 089 2910-0, oder jeder anderen Polizeidienststelle in Verbindung zu setzen.

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  • Der wahre tscharlie vor einer Stunde / Bewertung:

    Waaahhnsinn!
    Ich möchte nicht wissen, wie es der geschädigten Frau jetzt psychisch geht.

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  • ClimateEmergency vor 2 Stunden / Bewertung:

    Das Geld ist nicht weg, das ist nur wo anders (wo es anscheinend dringender gebraucht wird :D)

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  • Himbeer-Toni vor 2 Stunden / Bewertung:
    Antwort auf Kommentar von ClimateEmergency

    Betrogene alte Mitmenschen auch noch verhöhnen ist das Allerletzte.
    Sich um die ganze Welt sorgen, aber bei den eigenen Leuten ist euch alles egal.

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