Münchner verraten ihre Nachhaltigkeits-Tricks: "Weniger Dinge machen mich glücklicher“

Kalt duschen, weniger konsumieren, öfter das Radl nehmen: Münchner erzählen, mit welchen kleinen Entscheidungen sie im Alltag nachhaltiger leben – und was ihnen dabei besonders wichtig ist.
von  Daniel von Loeper
Wie nachhaltig ist München? Diese Münchner zeigen, worauf sie im Alltag achten.
Wie nachhaltig ist München? Diese Münchner zeigen, worauf sie im Alltag achten. © Daniel von Loeper/Collage AZ

Kalt duschen? Sicher nicht für jeden was. Doch zu einem nachhaltigeren Leben können alle beitragen. Die AZ hat mit Münchnerinnen und Münchnern gesprochen, worauf sie im Alltag achten, um ihren ökologischen Fußabdruck möglichst klein zu halten. Eine kleine Inspiration für das tägliche Leben in unserer schönen Stadt.

Münchnerinnen und Münchnern und ihre Ideen 

Markus Schulze.
Markus Schulze. © Daniel von Loeper

Markus Schulze (56), Veranstalter: „Ich lasse das Wasser beim Zähneputzen und beim Duschen nicht unnötig laufen. Außerdem mache ich Stoßlüften und heize nicht so hoch. Ich versuche, Sachen wiederzuverwenden, vermeide Einwegprodukte. Ich versuche, mit offenen Augen durchs Leben zu gehen und Müll zu vermeiden.“

Viola Kraus.
Viola Kraus. © Daniel von Loeper

Viola Kraus (35), Social-Media-Managerin: „Es triggert mich bei Freunden, wenn die so Plastikschwämme haben. Nachhaltigkeit beginnt für mich in der Küche. Ich habe nur Naturmaterialien und wasche meine Wäsche mit Naturprodukten, mich selbst auch. Ich verwende nur Naturkosmetik und trage Klamotten aus Bio-Baumwolle.“

Josef Kutil.
Josef Kutil. © Daniel von Loeper

Josef Kutil (52), Hotelfachmann: „Ich lebe vegetarisch mit Hang zum Veganen. Ich kaufe Bio-Produkte, achte bei der Ernährung auf Qualität. Ich bin Nichtraucher, kein Kaffee, keine Produkte, die der Gesundheit schaden. Ich achte auf sehr bewusstes Leben – das ist meine Stärke. Mein Wunsch ist, dass sich die Leute bewegen.“

Anja Johannsen.
Anja Johannsen. © Daniel von Loeper

Anja Johannsen (46), Vertriebsmanagerin: „Ich habe festgestellt, dass mich weniger Dinge oft glücklicher machen, wenn es die Richtigen sind. Deshalb frage ich mich vor jedem Kauf: Hat das Potenzial zum Lieblingsteil, an dem ich auch in einem Jahr noch Freude habe und zu dem ich immer wieder gerne greife?“

Oliver Seiffert.
Oliver Seiffert. © Daniel von Loeper

Oliver Seiffert (36), Ingenieur: „Ich fahre viel mit der Bahn. Autofahren versuche ich auf ein Minimum zu reduzieren. Ansonsten gehe ich gerne spazieren, mache viele Dinge zu Fuß. Nachhaltig bin ich auch bei der Ernährung. Ich versuche, regional und Bio einzukaufen. Das versuche ich, auch meinen Kindern weiterzugeben.“

Romy Krull.
Romy Krull. © Daniel von Loeper

Romy Krull (17), angehende Studentin: „Wir haben uns als Familie dagegen entschieden, ein Auto zu besitzen. Wir benutzen größtenteils öffentliche Verkehrsmittel. Wichtig finde ich es vor allem für uns als die jüngere Generation, sich politisch einzusetzen. Wir sind diejenigen, die noch in den kommenden Jahrzehnten auf diesem Planeten leben – und wir haben mit den Konsequenzen des Klimawandels zu leben.“

Pino Crocamo.
Pino Crocamo. © Daniel von Loeper

Pino Crocamo (67), Wirt: „Ich fahre jeden Tag mit dem Fahrrad zur Arbeit und ich dusche immer kalt, seit ich denken kann. Schon als Kind habe ich kalt geduscht. Das ist auch gesund. Sogar meine Mama duscht mit 90 Jahren immer noch kalt. Wenn man aus der Dusche rauskommt, dann fühlt man sich lebendig.“

Birgit Freitag.
Birgit Freitag. © Daniel von Loeper

Birgit Freitag (64), Organisationsberaterin: „Nachhaltigkeit beginnt für mich mit Wertschätzung – auch der eigenen Ressourcen. Ich gehe bewusst mit meiner Zeit, Energie und Aufmerksamkeit um. Ich achte zunehmend darauf, was ich zu mir nehme, was mir guttut und was ich wirklich brauche. Das wirkt sich auf meinen Konsum aus: bei der Ernährung, bei Kleidung und bei der Gestaltung meiner Wohnung.“

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