Münchner Rentner lockt dreisten Trickbetrüger in eine Falle
Der über 80 Jahre alte Senior aus Berg am Laim durchschaute den Trick, kaum dass der Mann am Telefon den Mund aufgemacht hatte. Der Fremde behauptete, der Sohn des Münchners habe einen tödlichen Verkehrsunfall verursacht. Damit er nicht in U-Haft komme, solle der Vater eine Kaution hinterlegen. Der Trickbetrüger forderte rund 20.000 Euro.
Täter setzen Opfer massiv unter Druck
Bei Schockanrufen ist die Masche mit tödlichen Verkehrsunfällen weit verbreitet. Oft geben sich die Anrufer als Polizisten, Staatsanwälte oder Gerichtsmitarbeiter aus.
Der Rentner vereinbarte mit dem Mann am Telefon, dass er an seiner Wohnungstüre die Kaution übergeben werde. Was der Trickbetrüger nicht ahnte, er war längst von dem Senior durchschaut worden. Der Münchner verständigte den Polizeinotruf.
Kripobeamte erwarten den Abholer am Treffpunkt
Als der 38-jährige Serbe an der Adresse auftauchte, wurde er bereits von Polizisten empfangen. Er versuchte zu fliehen. Die Beamten überwältigten ihn, dabei verletzte sich der Mann leicht. Er wurde zur ambulanten Behandlung ins Krankenhaus gebracht.
Anschließend kam er in die Haftanstalt des Präsidiums. Der 38-Jährige hatte in München ein Hotelzimmer gemietet. Die Durchsuchung verlief allerdings negativ. Der Serbe wird dem Ermittlungsrichter vorgeführt, der über die Frage der Untersuchungshaft entscheidet. Dem Verdächtigen droht im Fall einer Verurteilung eine mehrjährige Freiheitsstrafe.
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