Münchner Rathaus-CSU will Senioren das Taxi zahlen

Weihnachten alleine zu Hause? Um das zu vermeiden, sollen bedürftige Ältere von der Stadt Fahrt-Gutscheine bekommen, beantragt die Stadtratsfraktion.
| Felix Müller
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Ein Taxi in der dunklen Jahreszeit: Das ist ein Luxus, den sich viele ältere Münchner nicht einfach leisten können.
Ein Taxi in der dunklen Jahreszeit: Das ist ein Luxus, den sich viele ältere Münchner nicht einfach leisten können. © Felix Hörhager/dpa

München - Heuer blicken ganz besonders viele Menschen mit Sorge auf die dunkle Jahreszeit. Und auch Weihnachten könnte ganz anders werden - damit kokettieren die verantwortlichen Politiker ja seit Neuestem mehr oder weniger offen. Ob man reisen darf, ist das Eine. Viele werden es möglicherweise so oder so nicht tun - etwa, weil die Jungen aus der Familie die Älteren, die zur Corona-Risikogruppe gehören, nicht gefährden wollen.

Es drohen also einsame Weihnachten. Und das besonders für Senioren in der Großstadt. Verstärkt werden kann diese Sorge für die, die zwar auch Liebe daheim in München besuchen könnten, den ÖPNV derzeit aber meiden. Genau diesen Menschen will die CSU jetzt helfen - und bringt am Freitag einen entsprechenden Antrag im Rathaus ein.

Taxi-Gutscheine für Risiko-Gruppen

"Senioren gehören zur Corona-Risikogruppe und meiden derzeit aus Angst vor einer Infektion oft den ÖPNV", sagte Stadträtin Alexandra Gaßmann am Donnerstag. "Altersbedingt wollen oder können viele ältere Menschen nicht mehr Auto fahren oder sind schlecht zu Fuß. Und nicht jeder kann es sich leisten, ein Taxi zu nehmen."

Alexandra Gaßmann.
Alexandra Gaßmann. © CSU

Ihre Sorge sei es deshalb, dass besonders viele Senioren heuer Weihnachten alleine daheim verbringen müssen, sagte Gaßmann, "einfach, weil sie nicht wissen, wie sie mit einem sicheren Gefühl zur Familie oder zu Freunden gelangen sollen."

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Der Vorschlag der CSU: Taxi-Gutscheine für jene Senioren, die sie für Weihnachten besonders brauchen können. Man könne die Ausgabe doch daran koppeln, dass die Senioren Inhaber des München-Passes sind. "So wird Missbrauch vermieden und die Gutscheine kommen bei den Menschen an, die sie wirklich brauchen", sagte Gaßmann.

Nun muss die Verwaltung einen Vorschlag machen, ob und wie die Idee umgesetzt werden kann. Letztlich entscheidet dann der Stadtrat.

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