Münchner Norden: Keyless-Go-Diebe schlagen erneut zu

Die Besitzer von teuren Autos im Münchner Osten und Norden haben schlaflose Nächte. Bereits sieben BMW und Mercedes sind futsch.
| Ralph Hub
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München - Eine Bande von technisch sehr versierten Autodieben treibt seit Anfang Dezember in München ihr Unwesen. Sie haben es nur auf Luxusmodelle abgesehen, allesamt waren mit Keyless-Go-System ausgerüstet. Feldkirchen, Kirchheim, Trudering, Oberschleißheim, Feldmoching – das sind die Gebiete, in denen die Bande bisher zugeschlagen hat.

Die letzte Luxuskarosse, eine von AMG getunte S-Klasse von Mercedes stand geparkt am Haus seines Besitzers in der Hochlandstraße in Feldmoching. In der Nacht von Sonntag auf Montag kamen die Autodiebe. Mit einem Funksignalverstärker tricksten sie das Keyless-Go-System des 120.000 Euro teuren Benz aus und verschwanden mit ihm.

In derselben Nacht verschwand auch in Oberschleißheim in der Ludwig-Thoma-Straße ein BMW der 7er Reihe. Auch diese Limousine ist mit Keyless-Go-System ausgerüstet und war vom Besitzer vor dessen Haus abgestellt worden.

Diebe produzieren Schaden von 500.000 Euro

Die Serie begann in der Nacht auf den 3. Dezember. Der Gesamtschaden dürfte inzwischen bei rund einer halben Million Euro liegen. Die ersten beiden Autos, ein BMW X5 und eine Mercedes S 350, waren im Postweg und in der Waldschulstraße geparkt. Die Täter bauten auf der Flucht sämtliche elektronischen Teile aus, mit deren Hilfe man die Autos hätte orten können. Eine Frau fand sie später in der Nähe eines Wäldchens am Hochacker.

In der Nacht zum 7. Dezember waren die Autodiebe im Bereich Feldkirchen und Kirchheim unterwegs. Diesmal ließen sie gleich drei Luxuskarossen mitgehen. Ein 5er BMW und eine E-Klasse von Mercedes wurden in der Flurstraße gestohlen.

Polizei warnt Autobesitzer mit Keyless-Go-System

Im Chiemseering stahlen die unbekannten Täter einen weiteren BMW der 5er Serie. GPS und ähnlich verräterische Bauteile wurden später am Heimstettener See gefunden.Die immer gleiche Arbeitsweise der Täter lässt darauf schließen, dass alle zur selben Bande gehören. Die Autos wurden vermutlich über die Grenze nach Osteuropa geschafft.

Die Polizei rät Besitzern von Autos mit Keyless-Go-System zur Vorsicht. Die Wagen sollten in einer abgeschlossenen Garage stehen. Zudem sollte man die Funkschlüssel niemals in der Nähe von Fenstern oder Türen deponieren. Helfen kann auch, die Schlüssel in einen Metallbehälter zu legen. Der schirmt das Funksignal ab. Die Polizei rät, zusätzlich Diebstahlschutz wie Bremsscheibenschlösser zu montieren.

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