Münchner Katzenjammer: Kater Tequila leidet an Epilepsie und sitzt in Baum fest
Waren es jetzt sieben Leben, die Katzen angeblich haben, oder waren es neun? Egal, für den Münchner Kater Tequila heißt es jetzt aufpassen, denn wer so leichtsinnig mit seinem Katzenleben umgeht, muss damit rechnen, dass das nächste Abenteuer sein letztes werden könnte.
Der Kater hatte es bisher nicht leicht
Tequila hatte es bisher nicht leicht: Zum einen leidet der Kater an Epilepsie. Das ist eine neurologische Störung durch abnorme elektrische Entladungen im Gehirn. Epilepsie bei Katzen ist nicht heilbar, lässt sich aber durch Medikamente gut kontrollieren. Zudem ist Tequila ein "Überbleibsel" aus einem tiermedizinischen Studium.
Beides sind Gründe, weshalb zunächst niemand Tequila wollte. Doch dann nahm eine Frau aus Schwabing den Kater bei sich auf. Am vergangenen Sonntag durfte der Kater das erste Mal komplett ohne Leine die Natur in der Nachbarschaft erkunden. Dabei lief Tequila jedoch davon.
Dank GPS lässt sich Tequila orten
Als er am Sonntagabend von seinem Ausflug noch immer nicht zurück war, machte sich sein Frauchen Sorgen. Sie hatte zum Glück ihren kleinen Liebling mit einem GPS-Sender ausgestattet, weshalb sich der Stubentiger auf seinem ersten Freigang leicht orten ließ.
Kater mit Höhenangst
Tequila saß in der Sondermeierstraße fest, genauer gesagt in einer Baumkrone in etwa acht Metern Höhe. Sichtlich verängstigt saß er da oben im Baum und traute sich nicht mehr runter. "Nicht zuletzt aufgrund der ausstehenden Medikamentengabe, die für den Kater überlebenswichtig ist", so ein Sprecher der Feuerwehr, holte sich die Schwabingerin schließlich Rat bei der Feuerwehr.
Frauchen muss mit in die Baumkrone
Die Einsatzkräfte rückten mit einem Kleinalarmfahrzeug und einer Drehleiter in der Sondermeierstraße an. Um dem gestressten Kater die Angst zu nehmen, durfte Tequilas Frauchen mit in die Drehleiter und hoch in die Baumkrone. "Durch die vertraute Person ließ sich der Ausreißer schnell in den Korb locken und konnte sicher zu Boden gebracht werden", sagte der Feuerwehrsprecher. Der Kater blieb bei seinem Ausflug unverletzt und wurde wohlbehalten seiner Besitzerin übergeben.
- Themen:
- Feuerwehr
