Münchner Jesuit gestorben: „Klemmt die Bibel auf das Moped“

Seine Vorlesungen an der Hochschule für Philosophie waren beliebt - ebenso wie seine Predigten in der Kirche St. Michael - am Montag ist Pater Albert ist im Alter von 78 Jahren gestorben.
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Der Münchner Jesuiten Pater Albert Keller ist tot.
az Der Münchner Jesuiten Pater Albert Keller ist tot.

LUDWIGSVORSTADT - Seine Vorlesungen an der Hochschule für Philosophie waren beliebt - ebenso wie seine Predigten in der Kirche St. Michael - am Montag ist Pater Albert ist im Alter von 78 Jahren gestorben.

Von ihm stammt der Satz: „Der Papst hat ein Recht auf Widerspruch.“ Überhaupt nahm Pater Albert Keller († 78) in seinen Predigten kein Blatt vor den Mund. „Es ist gut, dass die Kirche kritisiert wird“, schrieb er 2006 in einem Gastbeitrag in der AZ. Am Montagabend ist Keller – unumstrittener Star unter den Predigern der St. Michaelskirche – nach schwerer Krankheit in einer Münchner Klinik gestorben.

Der beliebte Jesuitenpater, der als Professor für Erkenntnistheorie und Sprachphilosophie und früherer Leiter der Hochschule für Philosophie in der Münchner Kaulbachstraße bekannt wurde, ermutigte auch junge Menschen, in die Kirche zu gehen. Von oben auf der Kanzel motivierte er die Jugendlichen: „Klemmt die Bibel auf das Moped.“

Die Leute mochten das. Wenn Keller predigte, war die Kirche proppenvoll. „Die Menschen kamen mit Klappstühlen zum Gottesdienst“, sagte ein langjähriger Freund des Verstorbenen der AZ. Bis im Mai stand der FC-Bayern-Fan, der schon länger mit der Krankheit kämpfte, auf der Kanzel. Am Freitag wird Keller auf dem Jesuitenfriedhof in Pullach beerdigt.

Anne Hund

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