Münchner Grüne fordern mehr Platz fürs Radl in der Stadt

Die Fraktion der Grünen zeigt in einer Visualisierung, wie eine radlfreundliche Residenzsstraße aussehen könnte.
| Emily Engels
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Radfahrer wuseln sich zwischen Fußgängern durch: die Residenzstraße derzeit.
Heinz von Heydenaber 2 Radfahrer wuseln sich zwischen Fußgängern durch: die Residenzstraße derzeit.
Radstreifen an der Lindwurmstraße.
Grüne 2 Radstreifen an der Lindwurmstraße.

München - Radfahrer, die sich notgedrungen zwischen den Passanten entlangschlängeln, um irgendwie voranzukommen. Das Foto vom Ist-Zustand der Residenzstraße Richtung Odeonsplatz zeigt: Die Situation ist derzeit für niemanden wirklich schön! Radfahrer müssen aufpassen, dass sie niemanden umfahren und für die Münchner und Touristen, die zu Fuß auf der Residenzstraße unterwegs sind, ist der Spaziergang auch nicht gerade entspannt.

Deshalb fordert die Rathaus-Fraktion Die Grünen/Rosa Liste in einem siebenteiligen Antragspaket, dass der Radverkehr an einigen Problemstellen in der Stadt komplett neu geregelt werden soll. Und die Residenzstraße steht hier ganz oben auf der Liste.

Radfahrer wuseln sich zwischen Fußgängern durch: die Residenzstraße derzeit.
Radfahrer wuseln sich zwischen Fußgängern durch: die Residenzstraße derzeit. © Heinz von Heydenaber

"Wer wirklich Alternativen zum Autofahren schaffen will, muss dem Radverkehr günstigere Bedingungen schaffen und kommt nicht darum herum, den Straßenraum umzuverteilen", fordert Stadtrat Paul Bickelbacher. Doch daran hapert es in München noch vielerorts.

Grüne: Hier soll München radlfreundlicher werden

Für die problematischsten Stellen der Stadt macht die Fraktion deshalb Vorschläge zu einer radlfreundlichen Umgestaltung:

  • Eine neue Nord-Süd-Querung der Altstadt vom Odeonsplatz über die Residenzstraße, den Max-Josephs-Platz, den Hofgraben (in Nord-Süd-Richtung) und die Pfisterstraße zur Sparkassenstraße. Die Vision: Die Residenzstraße wird zur reinen Fahrradstraße komplett ohne Autoverkehr umgestaltet, mit breiten Gehsteigen auf der Westseite und einem zirka vier Meter breiten Radweg.
     
  • Einrichtung von mindestens 2,30 Meter breiten Radstreifen in der Ludwigstraße südlich des Siegestors bis zum Odeonsplatz als Provisorium bis zur Fertigstellung der Radschnellwegtrasse Leopold-/Ludwigstraße.
     
  • Eine Radroute vom Olympiapark über das Kreativquartier und weiter über die Heßstraße in die Maxvorstadt – wenn möglich mit einer Brücke über die Schwere-Reiterstraße.
     
  • In der Fraunhoferstraße: Abmarkierung von zwei Meter breiten Radstreifen und Verbreiterung der Gehsteige auf zirka 3,50 Meter.
     
  • Zwischen Rosenheimer Platz und Orleanstraße: Realisierung der 2014 von der Groko verworfenen zwei Meter breiten Radstreifen und einem Schutzstreifen neben den parkenden Autos. Paul Bickelbacher: "Mit der Baustelle der Ludwigsbrücke, die nur einspurigen Auto-Verkehr zulässt, und der am 10. April beschlossenen Variante mit einer Fahrspur pro Richtung, wird die Rosenheimer Straße sowieso nur noch beschränkt von Autofahrern genutzt werden."
     
  • In der Lindwurmstraße: Erstellung von Radstreifen auf Kosten von Fahrspuren.
    Radstreifen an der Lindwurmstraße.
    Radstreifen an der Lindwurmstraße. © Grüne
  • Auf allen Münchner Radwegen: Anbringen großer Logos und seitlicher Markierungen zur Abgrenzung von parkenden Autos. Auch fordert die Fraktion eine baldmöglichste flächenhafte Bevorrechtigung von Fahrradstraßen.

Lesen Sie hier den AZ-Kommentar: Grüne Radl-Pläne - Schluss mit Schlängeln

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