Münchner Feuerwehr befreit Vierjährigen aus misslicher Lage
Wenn die Münchner Feuerwehr einen Einsatz erfolgreich zu Ende bringen, dann braucht es dafür nicht immer Schlauch und Wasser. Manchmal tut es auch ein bisschen Gel und menschliches Einfühlungsvermögen.
So wie bei einem Einsatz am Mittwochmorgen in einer Kindertagesstätte in Obergiesing, bei dem sich ein Vierjähriger in eine missliche Lage brachte. Beim Spielen steckte der Bub einen Finger in das Loch eines Holzbauklotzes und brachte ihn anschließend nicht mehr selbstständig heraus.
Bub (4) bleibt mit Finger in Bauklotz stecken
Verzweifelt suchte er eine Erzieherin auf, doch auch das Kita-Personal konnte den Vierjährigen, trotz mehrfacher Versuche, nicht vom feststeckenden Bauklotz befreien. Es blieb also nur noch der Notruf.
Ein Hilfeleistungslöschfahrzeug der Feuerwehr begab sich mit einem speziellen Feinmechanik-Werkzeug an Bord zur Kindertagesstätte. Das Werkzeug ist dafür gedacht, verletzungsfrei an sensiblen Körperstellen arbeiten zu können.
Die Einsatzkräfte begutachteten den Finger samt Bauklotz und begannen damit, die benötigten Materialien zur Befreiung vorzubereiten. So langsam ahnte der Vierjährige wohl, in welch missliche Lage er sich gebracht hatte und die ganze Situation kam ihm nicht mehr so geheuer vor.

Dies bekamen auch die einfühlsamen Feuerwehrleute mit, die daraufhin nach einer anderen Lösung suchten, um den Finger vom Bauklotz zu befreien.
Mit Gel und Feingefühl: Feuerwehr befreit Finger von Bauklotz
Nachdem der Holzbauklotz noch weitere Öffnungen hatte, füllten sie die Löcher mit einem speziellen medizinischen Gel. Mit leichtem Druck und vorsichtigen Drehungen gelang es am Ende, den Holzklotz vom Finger zu befreien ohne diesen zu verletzten, was die Laune des Vierjährigen sichtlich steigern ließ und ihm eine abenteuerliche Geschichte für seine Eltern bescherte.
Da sich auch die anderen Kita-Kinder für den Einsatz begeistern konnten, ließ es sich die Fahrzeugbesatzung anschließend nicht nehmen, noch etwas Nachwuchsgewinnung zu betreiben.
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