Münchner Familie in Schock: Zwei Stubentiger erliegen Wohnungsbrand

Tragischer Vorfall im Münchner Westen. Die Feuerwehr löscht einen Wohnungsbrand, bei der Nachkontrolle entdeckt sie zwei tote Katzen.
von  André Wagner
Bei dem Wohnungsbrand im Münchner Westen kamen zwei Katzen ums Leben.
Bei dem Wohnungsbrand im Münchner Westen kamen zwei Katzen ums Leben. © Berufsfeuerwehr München

Im Münchner Westen ist es am Dienstagmorgen zu einem tragischen Wohnungsbrand in der Scapinellistraße gekommen.

Der Bewohner der Brandwohnung war gerade dabei, mit seiner Frau zu telefonieren, als plötzlich ein Rauchwarnmelder Alarm schlug. Auf der Suche nach der Ursache für den Warnton bemerkte der Mann, dass aus einem Arbeitszimmer Rauch drang.

Bewohner versucht Feuer selbst zu löschen

Zunächst versuchte er das Feuer selbst zu löschen, nachdem dieses Unterfangen jedoch erfolglos geblieben war, verließ der Mann zusammen mit seinem Sohn die Wohnung und setzte einen Notruf bei der Feuerwehr ab. Auf der Fahrt zum Brandort gingen noch weitere Notrufe in der Integrierten Leitstelle ein.

An der Einsatzstelle konnte die Feuerwehr den Zugang zur betroffenen Wohnung zunächst nicht exakt ausmachen. Der Einsatzleiter entschied sich für einen Zangenangriff, bei dem ein Trupp von außen über eine Drehleiter vorging, während sich ein zweiter, nach weiterer Erkundung, der Brandwohnung über das Treppenhaus näherte.

Da der Bewohner beim Verlassen der Wohnung wohl die Tür offen stehen ließ, drang starker Rauch ins Treppenhaus. Zwei weitere Wohnungen im Gebäude waren leicht verraucht.

Zwei Katzen überleben Wohnungsbrand nicht

Mittels Fluchthauben wurden zwei Personen, die im Stock über der Brandwohnung leben, von der Feuerwehr ins Freie gebracht. Nach Beendigung des Löscheinsatzes konnten diese wieder in ihre Wohnungen zurückkehren.

Weniger Glück hatten jedoch zwei Katzen, die bei der Kontrolle der Brandwohnung von den Einsatzkräften leblos aufgefunden wurden. Zwar wurden Wiederbelebungsmaßnahmen eingeleitet, doch für die beiden Stubentiger kam jede Hilfe zu spät.

Die Nachlöscharbeiten erwiesen sich als so aufwendig, dass ein Wechselladerfahrzeug mit Kran zur Einsatzstelle nachgefordert wurde.

Die Familie, mittlerweile war auch die Frau eingetroffen, die in der Brandwohnung lebt, wurde zunächst durch den Rettungsdienst ambulant behandelt und anschließend von einem Kriseninterventionsteam betreut.

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