Münchner fährt mit 1,7 Promille zur Polizei

Alles fing damit an, dass ein Münchner seine Haustür offen stehen ließ, und mit einer Anzeige. Ein zweiter Autofahrer mutiert im Alkoholrausch zum Verkehrsrowdy. Wie es mit den beiden Münchnern jetzt weitergeht. 
Ralph Hub
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Ein Alkoholtest ergab bei einem Autofahrer aus Milbertshofen 1,7 Promille. In dem Zusatnd fuhr er zur Polizeiwache. (Symbolbild)
Ein Alkoholtest ergab bei einem Autofahrer aus Milbertshofen 1,7 Promille. In dem Zusatnd fuhr er zur Polizeiwache. (Symbolbild) © IMAGO/Heiko Becker

Alkohol und Auto, das sind zwei Dinge, die einfach nicht zusammenpassen. Ein 66-jähriger Münchner fuhr im Vollrausch in seinem Wagen bei der Polizei in Milbertshofen vor. Jetzt ist er in nächster Zeit nur mehr als Fußgänger unterwegs.

In der Eile schießt die Wohnungstüre nicht

Der Ärger begann damit, dass der Münchner Anfang Januar ziemlich überstürzt seine Wohnung in Milbertshofen verließ. Dabei zog er die Türe nicht richtig ins Schloss, merkwürdigerweise war aber der Schließmechanismus ausgefahren, weshalb die Türe nicht geschlossen war, sondern einen Spalt breit offenstand.

Das wiederum fiel am 7. Januar einem Nachbarn in dem Mehrfamilienhaus auf. Der machte sich Sorgen wegen eines Einbruchs und verständigte sicherheitshalber die Polizei. Zwei Streifenbeamte kamen vorbei und sahen sich in der Wohnung um.

Im Vollrausch mit dem Auto zur Polizei

 Hinweise auf eine Straftat fanden die Beamten nicht, wie ein Polizeisprecher jetzt mitteilte. Damit während der Abwesenheit des Mieters aber niemand die Wohnung leer räumt, verständigten sie die Feuerwehr. Die baute ein neues Schloss ein. Die Polizisten hinterließen an der Wohnung eine schriftliche Notiz an den Mieter. Er könne sich seinen neuen Wohnungsschlüssel bei der PI 47 in der Knorrstraße bei Gelegenheit abholen. So weit, so gut, möchte man meinen.

Am Dienstag dieser Woche kam der Bewohner, ein 66 Jahre alter Münchner, der freundlichen Einladung nach. Mit seinem Dacia machte er sich auf zu der nahe gelegenen PI 47. Kurz vor 16 Uhr erschien er in der Polizeiwache und fragte nach dem Schlüssel zu seiner Wohnung. 

Keine gute Mischung: Betrunken, Raser und Raucher

Die Polizisten rochen sofort die kräftige Alkoholfahne, die samt dem Münchner in die Diensträume hereingeweht kam. Die Beamten fragten nach, ob er mit dem Auto unterwegs sei, und baten ihn anschließend höflich zu einem Alkoholschnelltest auf. Der fiel deutlich aus: Knapp 1,7 Promille zeigte das Messgerät an. Der 66-Jährige wurde ins Krankenhaus gebracht. Dort musste er eine Blutprobe abgeben, ebenso seinen Führerschein und das Auto stehenlassen. Der 66-Jährige wurde wegen Fahrens unter Alkoholeinfluss angezeigt.

Kaum klüger benahm sich ein 25-jähriger Münchner, der in der Nacht auf Mittwoch in seinem VW Tiguan auf der Landsberger Straße unterwegs war. Immer wieder fuhr er dicht auf seinen Vordermann auf. Was der Münchner nicht ahnte, es war ein Zivilfahrzeug der Polizei. Damit nicht genug, drückte der VW-Fahrer kräftig aufs Gas. Mit geschätzt mehr als 128 km/h raste er durch Laim. An der Friedenheimer Brücke stoppten ihn die Beamten. Auch hier rochen die Polizisten eine deutliche Alkoholfahne.

Führerschein beschlagnahmt

Der 25-Jährige weigerte sich, einen Schnelltest zu machen. Stattdessen gab er sich cool und zündete sich eine Zigarette während der Polizeikontrolle an. Die Beamten nahmen ihm die Kippe ab, worauf der Autofahrer aggressiv wurde. Er schlug nach Polizeiangaben nach einem der Beamten.

Die Polizisten nahmen den Autofahrer mit zur Blutentnahme, sein Führerschein wurde beschlagnahmt, den VW Tiguan musste er an Ort und Stelle stehen lassen. Der Wagen wurde später abgeschleppt. Auch der 25-Jährige wurde wegen Trunkenheit im Verkehr angezeigt.

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  • Sven62 vor 44 Minuten / Bewertung:

    Seit wann "schießt" eine Wohnungstür?

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