Münchner Bahnhofsviertel: Soldaten auf offener Straße beleidigt und heimlich gefilmt

Ein Mann beleidigt Soldaten unvermittelt und auf offener Straße und filmt sie dabei heimlich. Den Clip stellt er ins Internet und generiert damit über 200.000 Aufrufe. Doch die Polizei kann ihn identifizieren.
von  Myriam Siegert
Die Polizei konnte den Mann über das Video ermitteln.
Die Polizei konnte den Mann über das Video ermitteln. © IMAGO

Ein seltsamer Vorfall im Bahnhofsviertel – mit Folgen. Wie die Polizei jetzt mitteilte, hat ein zu dem Zeitpunkt noch unbekannter Mann am Freitag, 24. April, gegen 11.30 Uhr, vier uniformierte Soldaten in der Goethestraße angesprochen und beleidigt.

Er beschimpfte die zwischen 20 und 45 Jahre alten Männer unter anderem als "Wichser". Was zu dem Zeitpunkt nicht klar war: Er filmte die Situation verdeckt mit seinem Mobiltelefon. Anschließend entfernte er sich wieder.

Das Video der Situation stellte er jedoch einige Zeit später auf einer Videoplattform ins Internet. Die Bundeswehrsoldaten waren in dem Film klar erkennbar. Das Video hatte zwischenzeitlich über 200.000 Aufrufe.
Der Tatverdächtige konnte im Verlauf der Ermittlungen über das Video identifiziert werden: Es handelt sich um einen inzwischen 46-Jährigen mit kasachischer Staatsangehörigkeit und Wohnsitz in München.

Gegen ihn laufen nun Ermittlungen wegen Beleidigung und eines Verstoßes gegen das Kunsturhebergesetz durch das Kommissariat 43. Weil es verboten ist, Personen ohne deren Zustimmung zu filmen, dies ist ein Eingriff in das Persönlichkeitsrecht der abgebildeten Personen, und wegen der strafbaren Inhalte des Videos wurde außerdem die Löschung des Videos beantragt und mittlerweile auch umgesetzt.

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