Münchner Airport: Dreistelliger Millionenverlust erwartet

Der Freistaat rechnet wegen der Corona-Krise mit einem dreistelligen Millionenverlust beim Münchner Flughafen.
| AZ/dpa
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Ein Flugzeug fährt zu einer Startbahn am Flughafen München.
Ein Flugzeug fährt zu einer Startbahn am Flughafen München. © Peter Kneffel/dpa/Archiv

München - Bayerns Finanzminister Albert Füracker (CSU) sagte am Dienstag im Finanzausschuss des Landtags, dass der Airport im Jahr 2019 noch einen Überschuss von 178 Millionen Euro erzielt habe. "2020 wird es sicherlich auch dreistellig sein, aber nicht positiv", betonte er.

Die Detailzahlen seien aber noch nicht bekannt, die Bilanz werde derzeit noch erstellt. Füracker bezeichnete die Lage an den Flughäfen als "sehr dramatisch". In München sei 2019 mit 48 Millionen Passagieren ein Rekordjahr erreicht worden, im Folgejahr sei es noch nicht einmal ein Viertel davon gewesen. Die Frage, ob es nun im laufenden Jahr deutlich besser werde, könne noch nicht beantwortet werden. Auch bei dem Nürnberger Flughafen rechnet Füracker mit einem Verlust im abgelaufenen Geschäftsjahr.

Münchner Flughafen macht Millionenminus

An beiden Flughafengesellschaften ist der Freistaat mit etwa der Hälfte der Anteile vertreten. Der Minister stellte im Landtag den Bericht über die staatlichen Unternehmensbeteiligungen vor, der allerdings das Geschäftsjahr 2019 betraf. Füracker schilderte darüber hinaus die Pandemie-Auswirkungen für die Betriebe.

Bayern war 2019 an insgesamt 66 Unternehmen beteiligt. Zu den Staatsbetrieben zählten neben den Flughäfen beispielsweise die Seenschifffahrtsgesellschaft, Banken, Forschungseinrichtungen, Betriebe der Energiebranche und das Hofbräuhaus in München.

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