Münchens stolzeste Weihnachtskrippe

In einem Garchinger Wohnzimmer steht eine ganz besondere Weihnachtskrippe von stolzen Ausmaßen. Hanni und Stefan Huber bauen sie jedes Jahr mit viel Liebe zum Detail auf.
| Linda Jessen
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Ein ganz besonderes Schmuckstück: Das Bauernhaus der "Königlichen Krippe". Foto: Daniel von Loeper
Daniel von Loeper Ein ganz besonderes Schmuckstück: Das Bauernhaus der "Königlichen Krippe". Foto: Daniel von Loeper

In einem Garchinger Wohnzimmer steht eine ganz besondere Weihnachtskrippe von stolzen Ausmaßen. Hanni und Stefan Huber bauen sie jedes Jahr mit viel Liebe zum Detail auf.

Garching - Des is des Kripperl von meim Mo“, sagt Hanni Huber voller Stolz, als sie in ihrem Wohnzimmer steht. Kripperl – angesichts der Ausmaße der weihnachtlichen Kulisse wirkt die Verniedlichung etwas fehl am Platz. Rund zwei Quadratmeter nimmt die Krippe der Hubers aus Garching ein – und jedes Jahr wächst sie weiter.

„Als ich den Stefan kennengelernt hab, hat er sich sehr gewünscht, ein eigenes Kripperl zu besitzen“, erzählt Hanni Huber von der Leidenschaft ihres Mannes. Denn die imposante Krippe ist sein Werk. Jedes Jahr am 1. November beginnt bei Hubers die Vorweihnachtszeit mit dem Aufbau der Krippe. Schon Tage vorher tüftelt Stefan Huber an den Bauplänen, bei zahlreichen Ausflügen in den Wald und die Berge sammelt das Paar Rindenstücke, Moos und Baumschwämme für die Dekoration. So entstand aus einem Holzschwamm und etwas Farbe der See vor der Krippe.

Das zentrale Element bildet natürlich der Stall mit dem Heiligen Paar und dem Jesuskindlein, daneben wachen Ochs und Esel.

Überall auf den Christkindlmärkten haben die Hubers nach einer schönen Krippe gesucht, Hanni Huber schenkte ihrem Mann schließlich eine sogenannte „Königliche Krippe“ von einem Holzschnitzer aus St. Ulrich im Grödnertal. „Das ist für mich die schönste Krippe“, erzählt sie.

Hinter dem Bauernhaus erhebt sich ein Bergmassiv aus Baumrinde, das schon fast vollständig ein Bild von König Ludwig an der Wand verdeckt. Ein Bergsteiger klettert hoch oben herum. Für den bräuchte es noch eine Partnerin, meint Hanni Huber zwinkernd – vielleicht liegt die heuer unterm Christbaum.

Viele Details machen die Krippenszene zu etwas ganz Besonderem. Im Haus, auf dem Esstisch, steht sogar ein gefüllter Maßkrug, ein Bub liegt verträumt auf der Bank, im Backhaus ist gerade ein Brot fertig geworden und an der Treppe lehnt ein Paar Holzschi.

Seit etwa zehn Jahren wächst die Krippe immer weiter. Wie viel Geld die Hubers inzwischen hineingesteckt haben, wissen sie nicht – eine handgeschnitzte und -bemalte Figur kostet allerdings rund 80 Euro. Die gibt Hanni Huber gerne aus: „Die Krippe war meine bisher beste Investition“, beteuert sie.

Das liebste Stück ist aber der Engel auf dem Dach des Hauses. Er war ein Geschenk einer verstorbenen Freundin. Ein bisschen sieht er Hanni Huber ähnlich.

Der Christbaum musste letztes Jahr auf den Balkon auswandern, weil im Wohnzimmer kein Platz mehr war. Ob er heuer wieder rein kann? „Ich weiß nicht, wie das gehen soll“, lacht Hanni Huber.

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