OB Reiter mit Forderung an Bund: "Da bleibt Geld kleben, das uns zugedacht war"

Wer kommt für Kosten auf, die Gesetze des Bundes verursachen? Die Länder sagen: Wer bestellt, zahlt. Die Landeshauptstädte drängen zudem auf grundsätzliche Änderungen der Geldverteilung.
AZ/dpa |
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Dieter Reiter: Auch im Rathaus wird gespart (Archivbild)
Dieter Reiter: Auch im Rathaus wird gespart (Archivbild) © Peter Kneffel/dpa

Nach einem Brandbrief der Rathauschefs der Landeshauptstädte aller 13 Flächenländer zur kommunalen Finanzmisere dringt Münchens Oberbürgermeister Dieter Reiter auf schnelle Maßnahmen. "Wir brauchen dringend, also im ersten oder zweiten Quartal 2026, Änderungen bei den Regeln, wie Geld zwischen Bund, Ländern und Kommunen verteilt wird", sagte der SPD-Politiker der "Süddeutschen Zeitung". 

Reiter bemängelte unter anderem, dass das eigentlich für die Kommunen angedachte Geld von 100 Milliarden Euro teils bei den Ländern verbleibe. "Da bleibt Geld kleben, das eigentlich uns zugedacht war. Dass der Bund immer diesen Zwischenschritt über die Länder geht, das kann so nicht weitergehen." 

Kommunen können Finanzlast kaum stemmen

Bundesweit ächzen die Kommunen unter einer großen Finanzlast und den steigenden Sozialkosten. "Wir werden künftig nicht mehr klaglos akzeptieren, dass wir bei Gesetzgebungsverfahren, bei Finanzverteilungen oder bei Reformüberlegungen, von denen wir betroffen sind, weil wir die Ideen verwirklichen müssen, nicht beteiligt sind", sagte Reiter. 

Er erwarte, dass alle Briefschreiber nun gemeinsam zu einem Termin mit dem Bundeskanzler und dem Vizekanzler eingeladen werden, "und zwar sehr bald".

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13 Kommentare
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  • GrauWolf am 15.12.2025 11:32 Uhr / Bewertung:

    Sehr richtig, daß diese Problematik einmal angesprochen wird.
    Da läßt die Bundesregierung Millionen von Flüchtlingen ins Land - und die Kommunen sollen sich drum kümmern wie diese untergebracht und integriert werden - ohne dafür auch nur ansatzweise ausreichende Mittel zur Verfügung zu stellen. Gleiches gilt für das KITA Gesetz. Jedes Kind hat einen Anspruch - nur wer soll das bezahlen?
    Denn sie wissen nicht was sie tun.

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  • Ostbayer am 15.12.2025 12:39 Uhr / Bewertung:
    Antwort auf Kommentar von GrauWolf

    Ähm, Ihre Beispiele zeigen genau das Problem. Die Parteien von Herrn Reiter und Herrn Krause wollen die Aufnahme von Geflüchteten und die Ganztagesverwahrung der Kinder.

    Das kommt davon, wenn die Bundespolitiker über Parteikarrieren in den Bundestag kommen. Gerade bei den Grünenabgeordenten gibt es nur Einzelfälle, die über ein Direktmandat verfügen.

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  • doket am 15.12.2025 14:23 Uhr / Bewertung:
    Antwort auf Kommentar von Ostbayer

    Aha und was glauben Sie wie man Direktkandidat einer Partei wird? Außerdem ziehen die manchmal mit 15 oder 20% der Stimmen in den Bundestag. Wen sollen die da vertreten? Vertreten die auch die 80% von denen sie nicht gewählt wurden?

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