Update

München-Zürich: Das sagt die Deutsche Bahn zur Problemstrecke

Seit sie im Dezember 2021 eingeführt wurde, ist die Zugstrecke zwischen den beiden Wirtschafts-Hotspots München und Zürich ein Problemkind – vor allem zum Ärger der Schweizer Bahn. Die hat nun reagiert.
kra |
X
Sie haben den Artikel der Merkliste hinzugefügt.
zur Merkliste
Merken
24  Kommentare
lädt ... nicht eingeloggt
Teilen  AZ bei Google News
Der Schweizer Hochgeschwindigkeitszug "Astoro" fährt sechs Mal täglich von München nach Zürich – nur selten pünktlich.
Der Schweizer Hochgeschwindigkeitszug "Astoro" fährt sechs Mal täglich von München nach Zürich – nur selten pünktlich. © dpa/Karl-Josef Hildenbrand

München - Das Versprechen bei der Einführung im Dezember 2021 war verlockend: Ohne Umsteigen in dreieinhalb Stunden von München nach Zürich, (oder umgekehrt) reisen. In top modernen Eurocity-Neigezügen, Speisewagen und Kinderabteil inklusive.

Die Verbindung sollte die beiden Metropolen noch näher zusammenbringen und sowohl Autofahrten als auch Flügen harte Konkurrenz bieten. Möglich machte das die Elektrifizierung des deutschen Abschnitts zwischen München und Lindau.

München-Zürich: Verspätungen und Störungen auf problembehafteter Strecke

Allein die Realität sieht anders aus: Zwei Drittel aller Züge dieser Verbindung fuhren von Beginn weg verspätet. Oft ist es gleich eine halbe Stunde, die der Zug länger unterwegs ist. Die Gründe: Eine lange Strecke mit nur einer Spur, Zugkreuzungen im Allgäu, Baustellen und Störungen in der Neigetechnik der Züge, wie eine Sprecherin der Schweizerischen Bundesbahnen (SBB) der "Luzerner Zeitung" sagte. 

Kommen sie dann mit nur etwas Verspätung in der Schweiz an, werden sie durch andere Züge weiter gebremst, hinter denen sie herfahren müssen. So nimmt die Verspätung noch zu.  

Lesen Sie auch

Lesen Sie auch

Die SBB gehen jetzt schon so weit, dass sie die Züge dieser Strecke auf einigen Abschnitten innerhalb der Schweiz aus dem Fahrplan nehmen, weil sie so unzuverlässig unterwegs sind. 

München-Zürich: Passagiere können sechs Mal täglich hoffen

Für die Passagiere, die von München nach Zürich und wieder zurück wollen, ist das allerdings nicht relevant: Sechs Mal täglich fährt der Zug die Strecke hin und zurück. Nur dass man wirklich in der angekündigten Zeit auch am Ziel ankommt, ist eher unwahrscheinlich.

Auf AZ-Anfrage nimmt nun auch die Deutsche Bahn Stellung zur Problemstrecke: Die Pünktlichkeit entspreche "derzeit nicht den Erwartungen von DB Fernverkehr", so eine Sprecherin. Neben den bereits genannten Gründen sei auch die "aktuell angespannte betriebliche Situation im Fernverkehr" mit ein Grund dafür. 

Was auch schon die Schweizer Kollegen betonten, sagt auch die Sprecherin der Deutschen Bahn: Mit "Hochdruck" werde daran gearbeitet, die Pünktlichkeit zu verbessern. Wie das konkret passieren soll, sagt die Bahn nicht. 

Lädt
Anmelden oder registrieren

Zum Login
Zu meinen Themen hinzufügen

Hinzufügen
Sie haben bereits von 15 Themen gewählt

Bearbeiten
Sie verfolgen dieses Thema bereits

Entfernen
Um "Meine AZ" nutzen zu können, müssen Sie der Datenspeicherung zustimmen.

Zustimmen
 
24 Kommentare
Bitte beachten Sie, dass die Kommentarfunktion unserer Artikel nur 72 Stunden nach Veröffentlichung zur Verfügung steht.
  • UlliStein am 04.01.2023 14:53 Uhr / Bewertung:

    Schon die geplanten 3,5 Stunden sind peinlich, das schaffe ich ja locker mit dem Auto.

  • Monika1313 am 03.01.2023 15:12 Uhr / Bewertung:

    Die Deutsche Bahn, das komplett kaputt gesparte Unternehmen mit wohlklingenden Ausreden für jede Situation.

  • Himbeergselchts am 03.01.2023 18:39 Uhr / Bewertung:
    Antwort auf Kommentar von Monika1313

    Dafür gehts dem Vorstand richtig gut. Sogar Mio an Ablöse gibts, wenn sie die Karren weiter in den Sand setzen. Fast so schön wie bei der Deutschen Bank und dem BER. Jeder durfte mal und geklappt hat nichts. Deutschland Dein Management. Wer einmal in einen österreichischen Zug eingestiegen ist, merkt sofort den Unterschied. Sauber, die Toiletten stinken nicht schon am Startbahnhof nach Urin und die Züge laufen weich in den Schienen. Für günstigere Tickets.

merken
Nicht mehr merken
X

Sie haben den Inhalt der Merkliste hinzugefügt.