München zieht Bilanz: So viel Müll kam auf der Wiesn 2026 zusammen

Können Sie sich noch an die legendären Spülmittel-Werbespots aus den 90er-Jahren erinnern, in denen in Villarriba schon gefeiert wurde, während man in Villabajo noch mit dem Abwasch beschäftigt war? So ähnlich ist es auch während der 16 Tage auf dem Münchner Oktoberfest.
Während die meisten Wiesn-Besucher schon friedlich schlummerten oder auf einer After-Wiesn-Party weiterfeierten, herrschte für die Straßenreinigung auf dem Festgelände ab 2 Uhr morgens sechs Stunden lang Hochbetrieb. In den 16 Tagen Oktoberfest hat sich auf der Theresienwiese und drumherum jede Menge Müll angesammelt.
Wiesn 2026: Viel mehr Besucher, aber weniger Müll
Insgesamt 92 Tonnen Müll wurden von der Straßenreinigung des Baureferats auf dem Festgelände zusammengekehrt und abtransportiert. Obwohl die Wiesn 2026 fast eine Million mehr Besucher hatte als im Vorjahr, sammelte sich heuer eine Tonne weniger Müll auf den Straßen und Wegen des Festgeländes an.
Um die Verkehrsflächen zu reinigen, wurden insgesamt 1800 Kubikmeter Wasser (1,8 Millionen Liter) verbraucht. Pro Nacht waren bis zu 30 Mitarbeitende sowie ein großes Aufgebot an technischem Gerät im Einsatz.
Nachdem das Festgelände "durchgefegt" wurde, ging es auf den Straßen rund um das Festgelände weiter. Hier wurden während der Wiesn weitere 54 Tonnen (2025: 55 Tonnen) Müll zusammengekehrt.
Sofern es die Besuchermassen zuließen, kamen auch tagsüber ein Elektrofahrzeug und eine Kleinkehrmaschine zum Einsatz.

AWM sammelt 1015 Tonnen Müll ein
Aber nicht nur auf den Straßen und Wegen, sondern auch in den aufgestellten Mülleimern und -containern hat sich während des Oktoberfestes viel Müll angesammelt. Insgesamt 1015 Tonnen Abfall (804 Tonnen Restmüll, 127 Tonnen gemischter Glasbruch und 84 Tonnen Papier) hat der Abfallwirtschaftsbetrieb München (AWM) eingesammelt und entsorgt. Zum Vergleich: In München lag das durchschnittliche Abfallaufkommen im Jahr 2025 laut AWM bei rund 327 Kilogramm pro Kopf.
Insgesamt 24 Entsorgungsstandplätze gab es auf dem Festgelände. Ab Mitternacht wurden alle vollen Container von den Entsorgungsstandplätzen abtransportiert und die Mülltonnen bei den Ein- und Ausgängen des Festgeländes geleert. Auch hier waren etwa 30 Mitarbeitende tätig.
Wie wichtig die Arbeit von Straßenreinigung und Müllabfuhr für die Wiesn ist, stellte OB Dominik Krause am Sonntagabend bei einer Rede in der Bräurosl klar. "Ich will Danke sagen an alle, die die Wiesn zur Wiesn machen. Vor allem an alle, die man nicht so sieht, wie die Straßenkehrerinnen und Straßenkehrer", sagte das Münchner Stadtoberhaupt, als er ein Resümee seiner ersten Wiesn als OB zog.