München um 1900: In Zeiten der Taxi-Kutschen

Die Münchnerin Angelika Kühnöl zeigt ihre Bilder von Altschwabing um 1910 aus dem Nachlass ihrer Tante Franziska.  
| Eva von Steinburg
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Die Lohnkutscherei Max Bayer in der Gunezrainerstraße um 1910.
privat 6 Die Lohnkutscherei Max Bayer in der Gunezrainerstraße um 1910.
Schneidersalon-Besitzerin Franziska vor dem Siegestor in Schwabing.
privat 6 Schneidersalon-Besitzerin Franziska vor dem Siegestor in Schwabing.
Nun motorisiert: Aus der Lohnkutscherei wird ein Taxiunternehmen.
privat 6 Nun motorisiert: Aus der Lohnkutscherei wird ein Taxiunternehmen.
Vor 100 Jahren Stadtalltag: Schimmel ziehen eine leichte Kutsche.
privat 6 Vor 100 Jahren Stadtalltag: Schimmel ziehen eine leichte Kutsche.
Gruppenfoto vor der „Seerose“ – das Lokal existiert heute noch.
privat 6 Gruppenfoto vor der „Seerose“ – das Lokal existiert heute noch.
Feilitzschstraße: Die Oma von Angelika Kühnöl ist hier zu sehen.
privat 6 Feilitzschstraße: Die Oma von Angelika Kühnöl ist hier zu sehen.

AZ-Serie Münchner Fotoschätze: Die Münchnerin Angelika Kühnöl zeigt ihre Bilder von Altschwabing um 1910 aus dem Nachlass ihrer Tante Franziska.

München - Pferde und Droschken, Hühner und Hüte: Dieser Fotoschatz aus Altschwabing ist in einem alten Nachlass erfreulicherweise wieder zum Vorschein gekommen.

Fotoschatz aus Schwabing

Die Münchnerin Angelika Kühnöl (76) räumt gerade gründlich auf, weil sie ihren Haushalt etwas verkleinern möchte. Beim Kramen und Sortieren ist die Frau aus Grünwald jetzt auf einen besonderen Fotoschatz aus Altschwabing gestoßen: Ihre Schwarz-Weiß-Bilder stammen aus der Zeit um 1910. Angelika Kühnöl hat sie vor 23 Jahren mit dem Nachlass ihrer Schwabinger Tante Franziska geerbt. Einige Fotos haben mit ihrer Familiengeschichte zu tun: "Manche der Droschken-Bilder sind wohl Werbekarten meines Urgroßvaters, der in der Gunezrainerstraße eine Lohnkutscherei hatte", sagt Kühnöl.

Droschken im Englischen Garten

Am Eingang zum Englischen Garten hat er Stadtrundfahrten in Droschken angeboten oder auch Hochzeitsfahrten. Max Bayer war so etwas wie ein Taxiunternehmer seiner Zeit. Ihre Tante Franziska ist vermutlich als 14-Jährige auf dem Gruppenfoto vor dem "Gasthaus Seerose" zu sehen – und vor dem Siegestor. Als Erwachsene war sie die "Direktrice" in ihrem eigenen Schneidersalon auf der Leopoldstraße.

"Ich konnte die Bilder nicht wegwerfen"

Ihre Nichte Angelika Kühnöl ist selbst in Altschwabing geboren und aufgewachsen. Die Gegend am Eingang zum Englischen Garten und um die Feilitzschstraße herum war ihre Welt. Sie sagt: "Ich bin froh, dass die alten Fotos beeindrucken und für andere interessant sind. Ich konnte diese Bilder nicht wegwerfen. Das hätte ich nicht über das Herz gebracht."

Immer wieder zieht es die Münchnerin heute noch nach Schwabing: "Ich fahre gerne runter. Das schöne Flair von Schwabing ist noch da. Und am Nordfriedhof besuche ich die Gräber von meiner Tante und den Großeltern."

Die Bilder aus dem Fotoschatz von Angelika Kühnöl sehen Sie oben in der Galerie.

Lesen Sie auch: Beeindruckende Aufnahmen - München um 1900 

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