München: Tankstellenräuber bei erneutem Überfall von Polizei gefasst
Am frühen Montagmorgen und in der Nacht zum Dienstag sind in München zwei Tankstellen überfallen worden. Nach der zweiten Tat nahm die Polizei einen Verdächtigen fest.
Update: Nur etwa 24 Stunden nach seinem ersten Überfall in Ramersdorf schlug der Tankstellenräuber erneut zu. Er überfiel in der Nacht zum Dienstag gegen 3.10 Uhr eine Aral-Tankstelle in der Plinganserstraße in München-Sendling. Der Täter bedrohte wie im ersten Fall einen Mitarbeiter mit einem Messer und verlangte Geld aus der Kasse. Der 66-jährige Tankwart aus dem Landkreis Miesbach kam an die Einnahmen allerdings nicht heran, die Kasse war versperrt, wie ein Polizeisprecher sagte.
Tankstellenüberfall in München: Die Kasse lässt sich nicht öffnen
Der Angestellte konnte über die Hintertür entkommen und den Polizeinotruf verständigen. Der Tankstellenräuber ergriff die Flucht. Doch der Mann kam nicht weit. Polizisten mit einem Diensthund konnten einen Verdächtigen noch in Tatortnähe stellen. Es handelt sich um einen 20-Jährigen aus München. Er wurde zur nahegelegenen Polizeiinspektion gebracht und vernommen. Dabei fiel auf, dass der Mann zunehmend wirres Zeug redete und offensichtlich schwere psychische Probleme hat. Er war bereits früher wegen seines Verhaltens aufgefallen. Der mutmaßliche Tankstellenräuber wurde daher nicht in die JVA Stadelheim gebracht, sondern in eine psychiatrische Klinik eingewiesen.
Der erste Überfall auf eine Shell-Tankstelle in Ramersdorf
Erstmeldung vom 6. Oktober, 16.07 Uhr: Ein Mann mit Schlappen an den Füßen hat am Montag kurz nach 5 Uhr morgens die Shell-Tankstelle im Bereich Innsbrucker Ring und Kirchseeoner Straße in München-Ramersdorf überfallen. Er bedrohte einen 46 Jahre alten Angestellten mit einem Messer und forderte Bargeld aus der Kasse.
Tankwart hat nur Kleingeld in der Kasse
Doch der Räuber hatte Pech, die Kasse war nahezu leer, abgesehen von ein paar kleinen Scheinen und Münzen. Der Kassierer (46) übergab dem maskierten Täter, was in der Kasse war. Anschließend flüchtete der Täter mit seiner Beute in unbekannte Richtung. Der Kassierer verständigte den Polizeinotruf. Eine Fahndung wurde umgehend eingeleitet. Doch der Tankstellenräuber war bereits verschwunden. Die Überwachungskamera in der Tankstelle zeichnete den Überfall auf. Das Video wird derzeit ausgewertet.
Bei bewaffnetem Raub beträgt die Mindeststrafe fünf Jahre Haft
Im Fall einer Verurteilung vor Gericht drohen wegen eines bewaffneten Raubüberfalls laut Paragraf 250 Strafgesetzbuch mindestens fünf Jahre Gefängnis.
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