München: Täglich verschwindet ein Stück Hauptbahnhof

Es staubt und rattert am Hauptbahnhof. Ab Neujahr soll in die Tiefe gebuddelt werden. Acht Monate soll es dauern, bis die Grube ausgehoben ist.
| Hüseyin Ince
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Kein Abriss, ein Rückbau: Träger für Träger wird abmontiert.
DB Netz AG 11 Kein Abriss, ein Rückbau: Träger für Träger wird abmontiert.
Lebensgefahr: Außer Bauarbeitern darf derzeit keiner in die Schalterhalle.
DB Netz AG 11 Lebensgefahr: Außer Bauarbeitern darf derzeit keiner in die Schalterhalle.
Vom Schwammerl ist immer weniger übrig.
Djordje Matkovic 11 Vom Schwammerl ist immer weniger übrig.
Vom Schwammerl ist immer weniger übrig.
Djordje Matkovic 11 Vom Schwammerl ist immer weniger übrig.
Vom Schwammerl ist immer weniger übrig.
Djordje Matkovic 11 Vom Schwammerl ist immer weniger übrig.
Vom Schwammerl ist immer weniger übrig.
Djordje Matkovic 11 Vom Schwammerl ist immer weniger übrig.
Vom Schwammerl ist immer weniger übrig.
Djordje Matkovic 11 Vom Schwammerl ist immer weniger übrig.
Vom Schwammerl ist immer weniger übrig.
Djordje Matkovic 11 Vom Schwammerl ist immer weniger übrig.
Lebensgefahr: Außer Bauarbeitern darf derzeit keiner in die Schalterhalle.
DB Netz AG 11 Lebensgefahr: Außer Bauarbeitern darf derzeit keiner in die Schalterhalle.
Der Hauptbahnhof wird bekanntlich eine von drei Stationen der neuen Zweiten Stammstrecke sein. Am Ende heißen sie Hauptbahnhof, Marienhof sowie Ostbahnhof.
Djordje Matkovic 11 Der Hauptbahnhof wird bekanntlich eine von drei Stationen der neuen Zweiten Stammstrecke sein. Am Ende heißen sie Hauptbahnhof, Marienhof sowie Ostbahnhof.
Vom Schwammerl ist immer weniger übrig.
Djordje Matkovic 11 Vom Schwammerl ist immer weniger übrig.

München - Die Abrissmaschinen an der Schalterhalle laufen tagsüber beinahe pausenlos. Dinosaurier-ähnliche Zangen beißen immer mehr vom einst doppelnierenförmigen Schwammerl weg. Und die Bauarbeiter schrauben Strebe für Strebe, Träger für Träger der Halle ab.

Wer sich in den ehemaligen Hauptbahnhof verirren sollte, begibt sich derzeit in Lebensgefahr. Zu groß ist das Risiko, dass Bauteile von der Decke fallen könnten. 40 Meter tief wird hier, wo der Schwammerl noch steht, ab 2020 gegraben, ähnlich wie am Marienhof, hinter dem Neuen Rathaus.

Lebensgefahr: Außer Bauarbeitern darf derzeit keiner in die Schalterhalle.
Lebensgefahr: Außer Bauarbeitern darf derzeit keiner in die Schalterhalle. © DB Netz AG

Neuer Hauptbahnhof: So wird die dritte Röhre geplant

Das ist noch mal einige Stockwerke tiefer als die U-Bahn-Röhre. Zwei separate, eingleisige S-Bahn-Röhren sind geplant, nämlich für beide Fahrtrichtungen je eine. Laut der Deutschen Bahn (DB) wolle man so ganz sicher ausschließen, dass die Züge auf Kollisionskurs geraten könnten.

Im Nachgang wurde auch eine dritte Röhre geplant, die im Notfall genutzt werden soll. Ab März 2020 fräsen die Bauarbeiter sogenannte Schlitzwände 40 Meter weit in den Boden. Sie sind der Rahmen für die Baugrube.

Der Hauptbahnhof wird bekanntlich eine von drei Stationen der neuen Zweiten Stammstrecke sein. Am Ende heißen sie Hauptbahnhof, Marienhof sowie Ostbahnhof.
Der Hauptbahnhof wird bekanntlich eine von drei Stationen der neuen Zweiten Stammstrecke sein. Am Ende heißen sie Hauptbahnhof, Marienhof sowie Ostbahnhof. © Djordje Matkovic

Neuer Hauptbahnhof: Station der Zweiten Stammstrecke

Acht Monate soll es dauern, bis die Grube ausgehoben ist. Dann graben sich die Bauarbeiter 80 Meter Richtung Westen. Denn der neue S-Bahn-Halt Hauptbahnhof wird sich in etwa unterhalb der Hauptgleise auf Höhe des Querbahnsteigs befinden.

Der Hauptbahnhof wird bekanntlich eine von drei Stationen der neuen Zweiten Stammstrecke sein. Am Ende heißen sie Hauptbahnhof, Marienhof sowie Ostbahnhof. Das hat laut DB einen Grund: Offenbar werden die drei Stationen mit Abstand am häufigsten genutzt, unter anderem, weil sie über sehr viele Anschlüsse zu Tram-, U-Bahn- sowie Buslinien verfügen.

Vom Schwammerl ist immer weniger übrig.
Vom Schwammerl ist immer weniger übrig. © Djordje Matkovic

Großprojekt Zweite Stammstrecke soll 2028 fertig sein

Am Ende soll der Verkehr zwischen Umland und München beschleunigt werden – und auch die Verbindung zum Flughafen. 450.000 Fahrgäste nutzen den Hauptbahnhof derzeit täglich.

Diese Zahl wird sicherlich deutlich steigen, sobald die Zweite Stammstrecke in Betrieb ist. Das Großprojekt soll im Jahr 2028 fertiggestellt sein, gemeinsam mit dem völlig neu gestalteten Hauptbahnhof.

Auch der Starnberger Flügelbahnhof deshalb irgendwann ab 2023 abgerissen, um einen Münchner Verkehrsknoten zu schaffen, der architektonisch einheitlich aussieht.

Hauptbahnhof-Abriss: Ein zacher Schwammerl

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