München: Täglich über eine halbe Million Pendler unterwegs

580.000 Menschen fahren täglich raus aus und nach München rein – vor Corona freilich.
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Bis vor der Coronakrise hatte die Zahl der Pendler nach München – und aus München heraus – jedes Jahr zugenommen. Man blickt mit Spannung darauf, wie sich das weiter entwickeln wird.
Sven Hoppe/dpa Bis vor der Coronakrise hatte die Zahl der Pendler nach München – und aus München heraus – jedes Jahr zugenommen. Man blickt mit Spannung darauf, wie sich das weiter entwickeln wird.

München - Münchens Wirtschaft ist in der Coronakrise eingebrochen – das hat nicht nur den Autoverkehr und die Menschenmassen im öffentlichen Nahverkehr schrumpfen lassen, sondern wird wohl auch den Zuzug in die Stadt massiv bremsen.

"Da der Zuzug stark von der Wirtschaftslage abhängt, wird sich auch dieser ab 2020 voraussichtlich abschwächen", schreibt der Planungsverband Äußerer Wirtschaftsraum München (PV), der jetzt seinen Bericht zu den "Kreisdaten 2018" veröffentlicht hat. Ende 2018 war man noch davon ausgegangen, dass die Einwohnerzahl in München weiterhin jährlich um rund 20.000 Menschen wächst – und bis 2038 auf 1,608 Millionen Menschen ansteigen wird.

580.000 Pendler in und aus München unterwegs

Spannend zu beobachten wird sein, wie sich die Zahl der Pendler aus den umliegenden acht Landkreisen entwickeln wird. Zwischen 2008 und 2018 hatte die Pendler-Gesamtmobilität laut dem Kreisdaten-Bericht zugenommen: 2008 waren es noch 441.000 Pendler, die entweder aus München in einen der Landkreise zur Arbeit fuhren – oder umgekehrt aus einem Landkreis hinein in die Stadt. 2018 waren es schon 580.000 (Pendler innerhalb Münchens nicht mitgerechnet).

Blickt man auf die gesamte Region München, schaut es so aus: Von den rund 1,46 Millionen sozialversicherungspflichtigen Beschäftigten, die in der Region München arbeiteten, wohnten knapp 80 Prozent auch in der Region.

Nur 327.000 Beschäftigte sind von außerhalb zur Arbeit hereingependelt. Umgekehrt fuhren rund 133.000 Menschen werktags zum Arbeiten aus der Region hinaus.

Auch bei den Zu- und Wegzügen fand innerhalb der Region ein großer Austausch statt: Während in die Landeshauptstadt vor allem Menschen aus dem Ausland gezogen sind, kamen in den meisten Landkreisen die Zuzügler aus der übrigen Region München. Der Austausch mit dem übrigen Bayern und Deutschland war nur klein.

Lesen Sie auch: Insolvenzberaterin - "Die Münchner wirtschaften sehr oft am Limit"

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