München: MVV segnet Tarifreform am Freitag ab

Die lange diskutierte Tarifreform ist am Freitag von den Gesellschaftern der MVV beschlossen worden. Nun müssen noch der Stadtrat und die Kreistage zustimmen.
| Vanessa Fonth
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Weniger Ringe, mehr Übersicht über die Preise - das verspricht die MVV mit der Tarifreform.
dpa/MVV/AZ Weniger Ringe, mehr Übersicht über die Preise - das verspricht die MVV mit der Tarifreform.

München - Bei einer Gesellschafterversammlung am Freitag ist die umstrittene MVV-Tarifreform beschlossen worden. Die Reform wurde über viele Monate hinweg ausgehandelt, die Entscheidung darüber schon einmal vertagt. Vor allem die Einführung eines 356-Euro-Tickets sorgte im Vorfeld für Diskussionen, wird aber wohl erst im Jahr 2030 eingeführt.

Mit der Reform kommt wohl auch die M-Zone für die Stadt, die die bisherigen vier Ringe im Innenraum ersetzen soll. Für die angrenzenden Gemeinden sind insgesamt sechs Zonen geplant. Das bisherige System mit 16 Ringen und vier Zonen würde damit endgültig abgeschafft. 

Oberbürgermeister Dieter Reiter zeigt sich mit der Lösung zufrieden: "Da sich der Freistaat Bayern jetzt in gleicher Höhe wie die Stadt München an den Kosten der Reform beteiligt, konnten wir auch für die Münchnerinnen und Münchner weitere deutliche Verbesserungen erreichen". Wer bisher ein bis zwei Ringe gehabt habe, der zahle nach der Reform nicht drauf, so Reiter weiter. Die bisherigen 3-Ring-Kunden würden künftig 17 Prozent, 4-Ring-Kunden 30 Prozent beim Ticketpreis sparen. Der neue Ticketpreis für die gesamte M-Zone liegt demnach bei 55,20 Euro.

Finanzierung steht – Freistaat gibt 50 Millionen

Nach einem Gipfeltreffen im Oktober ist die Finanzierung der Tarifgestaltung weitgehend geklärt: Der Freistaat gibt 35 Millionen Euro, etwa um Mindereinnahmen der Kommunen auszugleichen. Weitere 15 Millionen Euro werden zur Verbesserung des Taktes auf den S-Bahn-Außenästen zur Verfügung gestellt. Insgesamt stehen 70 Millionen pro Jahr zur Verfügung. Auch die MVV, die Stadt München und die Verbundlandkreise zahlen in den Topf ein.

Die neue Reform soll am 15. Dezember 2019 in Kraft treten. Zuvor wird das Reformpaket dem Stadtrat und den Kreistagen zum Beschluss vorgelegt. 

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