"München ist bunt": Gegenwind für Corona-Leugner

Zahlreiche prominente Münchner unterstützen den Aufruf von "München ist bunt", um gegen "Spaziergänge" Stellung zu beziehen.
| Ralph Hub
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Das Bündnis ruft dazu auf, sich gegen Antisemitismus, Demokratiefeindlichkeit und Verschwörungstheorien in München zu positionieren. (Archivbild)
Das Bündnis ruft dazu auf, sich gegen Antisemitismus, Demokratiefeindlichkeit und Verschwörungstheorien in München zu positionieren. (Archivbild) © Ruth Frömmer

München - Seit Wochen finden in München und vielen anderen Kommunen deutschlandweit unangemeldete Demonstrationen unter der irreführenden Bezeichnung "Spaziergänge" statt. Die Teilnehmer protestieren gegen die Maßnahmen zur Einschränkung der Pandemie.

"Spaziergänge" mit Rechten: Digitaler Protest gegen Maßnahmen- und Impfgegner

Von Anfang an befanden sich bei den sogenannten Anti-Corona-Demos aber auch Neonazis und Anhänger von rechtsextremen Organisationen mit antisemitischen und geschichtsverfälschenden Symbolen und Plakaten. Manche "Spaziergänger" zeigen sich zunehmend radikal und auch gewaltbereit. Mehrere Polizisten wurden in München bei nicht angemeldeten Demonstrationen von Maßnahmengegnern verletzt.

Dagegen will das Bündnis "München ist bunt" ein Zeichen setzen. Nicht auf der Straße, was angesichts ständig steigender Infektionszahlen nur ein weiteres Gesundheitsrisiko bedeuten würde. Das Bündnis ruft zum digitalen Protest auf. "Natürlich ist sachliche Kritik an der Coronapolitik beziehungsweise einzelnen Maßnahmen im Rahmen eines demokratischen Diskurses berechtigt. Es ist keinesfalls unser Ansinnen, dies zu unterbinden", so Micky Wenngatz, Vorsitzende des Bündnisses.

Gegen Antisemitismus, Demokratiefeindlichkeit und Verschwörungstheorien

"Allen sollte klar sein: Die überregionalen Initiatoren der Corona-Proteste nutzen die Pandemie als Vorwand, um Verschwörungsideologien zu verbreiten, demokratische Prozesse zu diskreditieren und die Gesellschaft zu spalten."

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Deshalb der Aufruf des Bündnisses an die Münchnerinnen und Münchner: "Unterschreiben auch Sie die Münchner Erklärung und zeigen Sie, dass Antisemitismus, Demokratiefeindlichkeit und Verschwörungstheorien in unserer Stadt keinen Platz haben. Wir sind mehr!"

Prominente Erstunterzeichner

Als Erstunterzeichner nennt das Bündnis: OB Dieter Reiter, die Präsidentin der israelitischen Kultusgemeinde München und Oberbayern, Charlotte Knobloch, Alt-OB Christian Ude, Regionalbischöfin i.R. Susanne Breit-Keßler, Kabarettist Christian Springer, Altbürgermeisterin Christine Strobl und viele mehr.


Der Aufruf kann hier gezeichnet werden: muenchner-erklaerung.de

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