München in der Wintersonne: Ein echter Genuss
Der Münchner an sich, er ist ja ein Genießer. Das kann man schon so konstatieren. Ausnahmen bestätigen die Regel. Natürlich. Aber wenn man diese Ausnahmen außer Acht lässt, also dann ist er ganz klar ein Genießer. Welche Ausnahmen das sind, fragen Sie? Also wenn er nicht grad grantelt, der Münchner, dann ist er Genießer. Etwa über Essenspreise, Radler – nicht die im Glas –, Bierpreise, Fußgänger, Parkplätze, Autofahrer, weiche Brezn, trock'ne Krapfen, kalte Weißwürste und so weiter – es ist eine kurze Liste der Unendlichkeit.
Gärtnerplatz, Weideninsel, Isar – ein Genuss in der Nachmittagssonne
Aber wie bereits geschrieben: Wenn er also grad nicht am Granteln ist, über so allerlei, der Münchner an sich, dann scheint ihm wahrscheinlich an einem kalten Wintertag die Nachmittagssonne aufs Gemüt. Und dann sitzt er vielleicht am Gärtnerplatz, genau in der Sonnenschneise der Klenzestraße, oder auf der Weideninsel und hält sein Antlitz romantisch Richtung Wittelsbacherbrücke in die Sonne. Oder er spaziert entlang der Isar und lässt sich, je nach Laufrichtung, Pelz oder Bauch wärmen.

Großartig, da ist der ganze Grant doch gleich ganz vergessen. Es sei denn natürlich, der Münchner an sich, ist zu warm gekleidet für diese sonnige Attacke außer der Reihe. Und zu viel Sonne? Eh ganz ungesund. Bevor er es wieder vergessen hat, da könnt' er sich schon wieder aufregen, der Münchner. Und schon geht's dem Genießer auch wieder besser. Was für ein herrlicher Nachmittag.