München: Foodtruck der Caritas versorgt Obdachlose

Weitere Hilfe für Obdachlose in München: Die Caritas setzt jetzt einen Foodtruck für die Essensversorgung Betroffener ein, ein zweiter soll folgen.
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In Zeiten der Corona-Krise in München: Eine obdachlose Frau mit ihrem Hab und Gut auf der Straße.
imago images/Overstreet In Zeiten der Corona-Krise in München: Eine obdachlose Frau mit ihrem Hab und Gut auf der Straße.

München - Die Träger der Bahnhofsmission und ihre Spitzenverbände Diakonie und Caritas bauen zusammen mit dem Sozialreferat der Landeshauptstadt München die Angebote für bedürftige Menschen im Stadtzentrum aus.

Aktuell kommen täglich rund 600 Menschen zur Bahnhofsmission, die dort mit großem Engagement versorgt werden. Die ökumenisch getragene Einrichtung an Gleis 11 stößt dabei räumlich – insbesondere aufgrund der aktuellen Corona-Prävention – an ihre Grenzen. "Wir können die Menschen nicht mehr in dem Maße beraten, wie es für die Betroffenen nötig wäre", sagt Leiterin Bettina Spahn.

Caritas: Erster Foodtruck am Karl-Stützel-Platz

In allen Angeboten für Wohnungslose steht derzeit die Versorgung Bedürftiger im Vordergrund. Die Caritas bietet dabei seit Montag mit einem Foodtruck an der Ecke Luisen-/Elisenstraße (Karl-Stützel-Platz) Essen an.

Harald Bachmeier, Geschäftsführer der Caritas München: "Die Krise führt uns nochmal deutlicher vor Augen, wie viele Menschen in München tatsächlich in Armut leben. Wir lassen niemanden im Stich." 

Ein zweiter Foodtruck wird folgen. Im nächsten Schritt werden dann gemeinsam mit der diakonia, einer Tochtergesellschaft der Inneren Mission München, in leerstehenden Läden des ehemaligen Postbankgebäudes weitere Versorgungsstrukturen für Bedürftige eingerichtet (zum Beispiel Kleidung). Für Andrea Betz von der Inneren Mission ist es "selbstverständlich, dass wir Menschen in Not jetzt helfen".

Bayernkaserne: Ganztägig mit Essensverpflegung geöffnet

Das Kälteschutz- und Übernachtungsschutzprogramm der Stadt München in der Bayernkaserne hat seit 21. März ganztägig inklusive einer Essensverpflegung geöffnet: Die Obdachlosen, die dort übernachten, müssen tagsüber die Einrichtung nicht mehr verlassen.

Weiterhin haben die wichtigsten Anlaufstellen für obdach- und wohnungslose Menschen (Schiller 25, Otto und Rosi, D3, Teestube "komm"“) nach wie vor im Notbetrieb unter den nötigen Gesundheitsvorkehrungen geöffnet, genauso wie die Notversorgung im Amt für Wohnen und Migration.

Münchner Sozialreferat telefonisch und schriftlich kontaktieren

Betroffene können sich von Montag bis Freitag von 8 bis 12 Uhr an das Amt für Wohnen und Migration in der Franziskanerstraße 8 wenden, wenn sie akuten Bedarf zur Unterbringung haben oder SGB II- respektive SGB XII-Leistungen beantragen wollen.

Persönliche Beratungen gibt es jedoch nur in ganz dringenden Angelegenheiten - zum Beispiel bei Einweisung in eine Unterkunft.. Bei allen anderen Anliegen bittet das Sozialreferat um telefonische oder schriftliche Kontaktaufnahme. Das Servicetelefon des Sozialreferats ist telefonisch unter 089-233-96833 erreichbar.

Lesen Sie hier: Obdachlos in München:

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