München: Dilettantische Überweisungs-Betrüger wegen Blödheit geschnappt

Vier Männer erbeuten mit einem gefälschten Überweisungsträger 20.000 Euro. Dumm nur, dass sie das Geld auf ihr persönliches Konto überweisen und die Polizei so leichtes Spiel hat.
| Jasmin Menrad
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München - Wenn es eine Ganovenschule gibt, dann schüttelt ein Obergangster-Lehrer gerade ungläubig den Kopf. Denn wie dilettantisch sich ein 31-Jähriger und seine drei Kumpanen an einem Überweisungsbetrug versucht haben, das ist schon fast rührend.

Über 20.000 Euro buchten sie vom Konto eines 52-jährigen Mannes aus Baden-Württemberg ab. Die Betrüger hatten einen Überweisungsträger handschriftlich ausgefüllt, die Unterschrift des 52-Jährigen gefälscht und die Überweisung bei der Bank eingereicht.

Als der Geschädigte am Donnerstag, den 17. Mai den Betrug bemerkte, erstattet er Anzeige bei der Polizei. Noch davor jedoch hoben die Betrüger das Geld in mehreren Bankfilialen in München ab. Weil die rund 20.000 Euro an das Konto des 31-Jährigen gingen, wurde dieses Konto gesperrt. Soweit, so blöd, wer bei einem Betrug seinen echten Namen verwendet.

Betrüger überweist das Geld auf eigenes Konto

Weil jetzt aber das Konto des 31-jährigen Betrügers gesperrt war, wendete der sich an eine Filiale seiner Bank in der Nähe des Hauptbahnhofs – natürlich persönlich. Der Filialleiter verständigte die Polizei, die den Mann noch in der Bank festnahm.

Durch weitere Fahndungsmaßnahmen konnten drei weitere Tatverdächtige festgenommen werden: ein 39-jähriger Münchner, ein 45-Jähriger ohne festen Wohnsitz und ein 37-jähriger Berliner. Bei einem der Männer wurden zusätzlich noch zwei gefälschte 20-Euro-Scheine gefunden, deren Herkunft bisher nicht bekannt ist.

Gegen alle vier Männer wurde Haftbefehl beantragt. Der Polizei sind die vier Möchtegern-Überweisungsbetrüger bisher noch nicht bekannt gewesen. Es handelt sich bei den Männern ganz offensichtlich um Gangster am Anfang ihrer Karriere.

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