München-Bogenhausen: Kulturbürgerhaus bekommt keine Gastro

Stadt hält zentrale Forderung für den Prinz-Eugen-Park für nicht umsetzbar.
| Gaby Mühlthaler
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Das Kulturbürgerhaus in Bogenhausen bekommt keine Gastronomie.
dpa Das Kulturbürgerhaus in Bogenhausen bekommt keine Gastronomie.

Die Stadt hält die zentrale Forderung für den Prinz-Eugen-Park für nicht umsetzbar.

Bogenhausen - Zehn Jahre basteln die Referate der Stadt nun schon am Konzept für das Kulturbürgerhaus Bogenhausen im Prinz-Eugen-Park. Mit dem Ergebnis sind die Stadtviertelpolitiker im Bezirksausschuss (BA) alles andere als zufrieden. Von Anfang an hatte das Gremium seine Prioritäten klar definiert. Die zentrale Forderung war eine Gastronomie im Zentrum oder in unmittelbarer Nachbarschaft.

"Der BA geht auf die Barrikaden, gibt unsere Stimmung wieder", erklärte Planungssprecher Robert Brannekämper (CSU). Kultur-, Bau- und Sozialreferat hätten auf der jüngsten Sitzung "nichts Neues berichtet, Gastronomie auf dem Gelände wird es nicht geben". Lange hatten BA, Stadt und der eigens gegründete Trägerverein "13er KulturBürgerHaus" am innovativen Konzept gefeilt. Es soll für Theater, Seniorencafé und anderes passen. Flexible Raumnutzung heißt das Credo.

Unabdingbar dafür: versenkbare Bühne, verschiebbare Wände. Das kippte der Stadtrat 2017 mit einem Sparbeschluss und strich 1,2 Millionen Euro. Große Enttäuschung bei den kulturbegeisterten Bogenhausern, die nach 30 Jahren Hin und Her endlich Licht am Ende des Tunnels für ihr Kulturzentrum im Prinz-Eugen-Park sahen. Und nun noch das Aus für die Gastronomie, die Stadt hält das Catering für ausreichend.

"Nichts darf den Bau des Kultur-Bürgerhauses verzögern"

Brannekämper schimpfte über die vertane Chance, ein Haus zu bauen, das Bürgern und Stadtteilkultur gerecht werde. "Andere Gemeinden kriegen die Gaststätte auch hin", so Brannekämper. Die bittere Erkenntnis: Der BA müsse die städtischen Pläne nun "runter würgen im Sinne der Anwohner, damit wenigstens der Quartiersplatz fertiggestellt werden kann und der Voll-Sortimenter kommt". Das forderten auch einige Bewohner des Prinz-Eugen-Parks.

"Nichts darf den Bau des Kultur-Bürgerhauses verzögern", erklärte eine Frau. Das Gremium stimmte schweren Herzens den städtischen Plänen zu. BA-Chefin Angelika Pilz-Straßer (Grüne) konnte Hoffnung machen, dass in Kulturhaus-Nähe ein Wirt einzieht: "Man hat mir Gespräche versprochen, ehe ein Pachtvertrag abgeschlossen wird."

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