München: Aldi öffnet Parkplätze nachts und sonntags zum Feierabendparken

Ewige Parkplatzsuche nach der Arbeit, weil rund um die eigene Wohnung schon alles besetzt ist – dazu ist jetzt in sechs Münchner Vierteln Erleichterung in Sicht. Denn die örtlichen Aldi-Supermärkte öffnen ab sofort ihre Kundenparkplätze nach Ladenschluss und bis zum Morgen – fürs Feierabendparken.
Dann können Anwohnerinnen und Anwohner ihre Autos abends, nachts und sonntags auf dem Supermarktparkplatz abstellen. Ein Feierabendparkplatz kostet fünf Euro Parkgebühr pro Nacht (oder 50 Euro im Monat).
81 Stellplätze digital buchbar
Insgesamt 81 Stellplätze sind digital buchbar. Möglich macht das das Münchner Start-up Wemolo, ein Spezialist für digitale Parkraumbewirtschaftung. Die Idee der Gründer Jakob Bodenmüller, Bastian Pieper und Yukio Iwamoto ist 2019 an der UnternehmerTUM entstanden.
Konkret geht es um diese Aldi-Supermärkte:
Berg am Laim: Hermann-Weinhauser-Straße 90 (13 Stellplätze)
Neuperlach: Maximilian-Kolbe-Allee 1 (15 Stellplätze)
Trudering: Bognerhofweg 5 (14 Stellplätze)
Feldmoching-Hasenbergl: Lerchenauerstraße 240 (10 Stellplätze)
Hadern: Großhaderner Straße 44 (12 Stellplätze)
Schwabing-Freimann: Heidemannstraße 9 (17 Stellplätze).

So viel kostet ein Feierabendparkplatz
Wann genau sind die Stellplätze nutzbar? Montag bis Samstag von 18.30 bis 8.30 Uhr; außerdem immer sonntags ganztägig (denn dann sind die Supermärkte geschlossen).
Das sind die Tarifoptionen: eine Nacht: 5 Euro; 7 Nächte (Woche): 25 Euro; 30 Nächte (Monat): 50 Euro.
Einfach übers Handy buchen
Und so funktioniert die Onlinebuchung: Entweder man nutzt einfach die QR-Codes direkt an den Filialen, um seinen Platz zu buchen. Oder man bucht online, etwa auf dem Smartphone, über www.go.wemolo.de/aldi. Eine App-Installation ist nicht erforderlich. Es gibt keine Abo-Pflicht, spontane Buchungen sind jederzeit möglich.
Bevor die Buchung abläuft, erinnert das System per E-Mail und in der Web-App daran – man kann sie dann direkt danach verlängern oder erneuern.
Ohne Schranke, ohne Tickets
Technisch möglich macht das die schrankenlose Kennzeichenerkennung von Wemolo. Bei der Buchung hinterlegt man sein Kennzeichen. Das System gleicht automatisch ab, ob das Fahrzeug im gebuchten Zeitraum parkberechtigt ist. So werden bestehende Parkflächen mehrfach genutzt, ohne Schranken oder Tickets.
Im Bezirksausschuss (BA) Schwabing-Freimann, wo an der Heidemannstraße mit 17 Stellplätzen der größte Feierabendparken-Standort ist, reagiert man erfreut auf die neue Parkmöglichkeit. "Ich bin gespannt, wie die umliegende Bevölkerung das Angebot annimmt", sagt BA-Chef Patric Wolf.
Wemolo: 3500 Parkflächen in fünf Ländern
Das Münchner Start-up ist übrigens sehr erfolgreich: Wemolo beschäftigt heute über 250 Mitarbeiter in München, Salzburg, Zürich, Breslau und Mailand. Auf bislang 3500 Parkflächen in fünf Ländern erfasst das junge Tech-Unternehmen täglich mehr als 2,5 Millionen Parkvorgänge.