Mord an Geschäftsmann: Polizei nimmt zweiten Verdächtigen fest
Update, 28. Juli, 11.57 Uhr: Wie berichtet, galt ein 51-Jähriger mit Wohnsitz im Landkreis Starnberg und deutscher Staatsangehörigkeit seit 15. Juli als vermisst. Die weiteren Ermittlungen ergaben schließlich den dringenden Verdacht eines Tötungsdeliktes an der Motorworld in Freimann.
Zweiter Tatverdächtiger steht vor dem Ermittungsrichter
Am 20. Juli kam es dabei zur Festnahme eines Tatverdächtigen an dessen Wohnort. Bei ihm handelt es sich um einen 37-Jährigen mit kasachischer Staatsangehörigkeit und einem Wohnsitz im Bereich Garmisch-Partenkirchen. Der mögliche Tathintergrund liege in der Geschäftsbeziehung zwischen dem 37-Jährigen und dem 51-Jährigen, teilte die Polizei mit. Auf Antrag der Staatsanwaltschaft München I erließ das Amtsgericht München daraufhin Haftbefehl wegen Mordes gegen den 37-Jährigen. Er befindet sich seitdem in Untersuchungshaft. Die Leiche des vermissten 51-Jährigen wurde am 21. Juli aufgefunden. "Er war aufgrund einer Gewalteinwirkung zu Tode gekommen", so die Polizei.
"Aufgrund der intensiven und akribischen Ermittlungen" habe sich in dieser Sache jetzt ein zweiter Tatverdächtiger herauskristallisiert, meldet die Polizei am Dienstag (28. Juli). Den Angaben zufolge handelt es sich um einen 50-Jährigen mit ukrainischer Staatsangehörigkeit und einem Wohnsitz in Garmisch-Partenkirchen.
"Mord und Mittäterschaft": Haftbefehl gegen 50-Jährigen
Der Mann sei noch am Montag (27. Juli) im Laufe des Nachmittags widerstandslos in Garmisch-Partenkirchen festgenommen worden. Auch für diesen Mann sei von der Staatsanwaltschaft München I ein Haftbefehl beantragt und vom Amtsgericht München erlassen worden. Er wird im Laufe des heutigen Tages zur Klärung der Haftfrage richterlich vorgeführt.
Der Haftbefehl gegen den 50-Jährigen sei wegen "Mordes und Mittäterschaft" beantragt worden. "Er war nicht nur Helfer", sagte ein Polizeisprecher. Welche Rolle er genau bei der Tat gespielt habe, werde ermittelt. Das Opfer und die beiden Tatverdächtigen gelten als Geschäftsleute. Nachfragen über die Art der Geschäftsbeziehungen der Männer und weitere Details ließ der Polizeisprecher mit dem Verweis auf die noch laufenden Ermittlungen unbeantwortet.
"Die Ermittlungen in dieser Sache laufen auf Hochtouren weiter", heißt es bei der Polizei: "Insbesondere die Feststellung des Tatablaufs und des Tathintergrundes sind hierbei auch weiterhin von großer Bedeutung."
Erstmeldung, 23. Juli: Bei Suchmaßnahmen in mehreren Gebieten in Bayern stieß die Polizei am Dienstag (21. Juli) auf den Leichnam eines 51-jährigen Deutschen mit Wohnsitz im Landkreis Starnberg. Der Mann wurde zunächst am 16. Juli von seiner Lebensgefährtin als vermisst gemeldet, wie Armin Ritterswürden, Chef der Münchner Mordkommission, auf der Pressekonferenz am Donnerstagmittag bekanntgab. Erste Ermittlungen zur vermissten Person wurden von der Kriminalpolizei in Fürstenfeldbruck geführt.
Im Verlauf dieser Ermittlungen verdichteten sich die Hinweise, dass der 51-Jährige Opfer eines Gewaltverbrechens sein könnte. Zudem ergab sich ein Zusammenhang mit München, woraufhin das Kommissariat 11 in die Ermittlungen mit einbezogen wurde.
51-Jähriger in München brutal ermordet
Im Rahmen dieser Ermittlungen sei das Auto des 51-Jährigen an der Motorworld in Freimann gefunden worden. Hier wurde der Geschäftsmann laut Kriminalpolizei auch vorsätzlich getötet. Zunächst ging die Polizei von einem Gewaltdelikt aus, ab dem 19. Juli dann von einem Tötungsdelikt – Spuren hätten auf diese Tat hingedeutet.
Am Montag, 20. Juli, nahm die Polizei einen 37-jährigen Tatverdächtigen an dessen Wohnort im Bereich Garmisch-Partenkirchen fest. Mit dem Opfer stand der mutmaßliche Täter in einer geschäftlichen Beziehung, wie Staatsanwältin Juliane Grotz auf der Pressekonferenz berichtete. Der 37-Jährige war bereits wegen anderer Delikte polizeibekannt.
Laut polizeilichen Erkenntnissen trafen sich der 37- und der 51-Jährige in Freimann an der Motorworld, wo der 37-Jährige seinen Geschäftspartner aus Habgier ermordet haben soll.
Leiche wird im Landkreis Garmisch gefunden
Es ergaben sich Hinweise, dass der 37-Jährige mit seinem Opfer zunächst in den Anzinger Forst und anschließend nach Garmisch-Partenkirchen fuhr. Aufgrund dieser Erkenntnisse fanden in diesen Gebieten am Sonntag und Montag polizeiliche Suchmaßnahmen statt.
Im Rahmen dieser Suchen konnte am Dienstag, 21. Juli, im Landkreis Garmisch, die Leiche eines Mannes gefunden werden, der am darauffolgenden Tag im Münchner Institut für Rechtsmedizin gerichtsmedizinisch untersucht wurde. Dabei wurde die Identität des 51-Jährigen festgestellt. Todesursache war eine massive Gewalteinwirkung, weitere Details nannte die Polizei aus ermittlungstaktischen Gründen nicht. Sie ermittelt nun in alle Richtungen, auch im Umfeld des mutmaßlichen Täters und des Opfers. Mit der Bekanntgabe von weiteren Details hält man sich daher sehr bedeckt.
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