Mitgliederschwund: Welche finanziellen Hilfen Sportclubs in München bekommen

Sport in Vereinen zu treiben, ist seit gut einem Jahr kaum möglich. Das hat Folgen. Die Münchner Vereine haben viele Mitglieder verloren. Mehr Geld bekommen sie nicht.
| Christina Hertel
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In München ist mit einer Inzidenz zwischen 50 und 100 kontaktfreier Sport bloß mit einem weiteren Haushalt möglich. Sportvereine in München haben im letzten Jahr viele Mitglieder verloren. (Symbolbild)
In München ist mit einer Inzidenz zwischen 50 und 100 kontaktfreier Sport bloß mit einem weiteren Haushalt möglich. Sportvereine in München haben im letzten Jahr viele Mitglieder verloren. (Symbolbild) © Uwe Anspach/dpa/dpa-tmn/Symbolbild

München - Alleine die zehn größten Münchner Sportvereine haben 5.000 ihrer Mitglieder verloren. Auf höhere Zuschüsse von der Stadt können sie aber nicht hoffen. Das wurde jetzt beim Sportgipfel, den die Dritte Bürgermeisterin Verena Dietl (SPD) veranstaltete, deutlich. Mehr als 100 Vereine beteiligten sich laut der Stadt an der digitalen Konferenz. Vorab konnten sie Fragen einsenden. Eine der dringendsten lautete wohl: Mit welcher finanziellen Unterstützung können sie 2021 rechnen?

Verena Dietl.
Verena Dietl. © Bernd Wackerbauer

Münchner Vereine bekommen nicht mehr Geld von der Stadt

Denn die Kassen vieler Vereine sind leer: Bis zu 16 Prozent haben die größten Münchner Vereine an Mitgliedern verloren, sagte Sportamtsleiter Jürgen Sonneck. Damit sinken auch die Einnahmen. Mehr finanzielle Unterstützung bekommen sie von der Stadt trotzdem nicht, aber zumindest auch nicht weniger - trotz Mitgliederschwunds. Das kündigte Verena Dietl an. Gleichzeitig wies sie darauf hin, dass die Sportförderung in München außergewöhnlich hoch sei. Die Münchner Sportbetriebspauschale liegt derzeit bei drei Millionen Euro - und ist damit nahezu doppelt so hoch wie die Zuschüsse des Freistaats. Dieser hat sein Budget wegen Corona 2020 einmalig verdoppelt.

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2020 zahlte München die Sportförderung bereits im Sommer aus. Das soll laut Dietl auch heuer so sein. Auf Gebühren für die Nutzung von Hallen und Sportanlagen will die Stadt allerdings nicht verzichten und diese auch nicht reduzieren. Denn schon heute seien die Entgelte nicht kostendeckend, sagte Dietl. Sie hofft auf mehr Flexibilität - zum Beispiel könnten Vereine auch auf Schulhöfen oder in Parks sporteln. Auch Schulschwimmhallen sollten ihrer Ansicht nach nicht nur für den Unterricht öffnen. Es sei ein "Gebot der Wirtschaftlichkeit", alle Ressourcen möglichst effizient zu nutzen, sagte Sportamtsleiter Jürgen Sonneck.

Doch bei der Frage, wo und inwiefern Sport in Gruppen gerade überhaupt möglich ist, muss sich München an die Vorgaben des Freistaats halten. Und die besagen: In Städten wie München mit einer Inzidenz zwischen 50 und 100 ist kontaktfreier Sport bloß mit einem weiteren Haushalt möglich. Nur Kinder unter 14 dürfen in Gruppen von bis zu 20 Personen an der frischen Luft trainieren. Dafür könnten sie auch die Theresienwiese oder andere Parks nutzen, sagte der Sportamtsleiter.

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