Mitarbeiter wollten Eon erpressen: Haftstrafen

Sie wollten den Energiekonzern Eon erpressen: Am Freitag verurteilte das Landgericht München vier Männer zu Haftstrafen von bis zu zwei Jahren und neun Monaten. Einen ehemaligen Werkstudenten traf es am härtesten.
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Die ehemaligen Mitarbeiter vor Gericht
Torsten Huber Die ehemaligen Mitarbeiter vor Gericht

MÜNCHEN - Sie wollten den Energiekonzern Eon erpressen: Am Freitag verurteilte das Landgericht München vier Männer zu Haftstrafen von bis zu zwei Jahren und neun Monaten. Einen ehemaligen Werkstudenten traf es am härtesten.

Die Eon-Erpresser hatten auf Bewährung gehofft, doch die 20. Strafkammer unter dem Vorsitz von Stephan Kirchinger verurteilte drei der vier geständigen Männer zu Haftstrafen.

Der Haupttäter Simon B. (30) muss wegen versuchter Erpressung und Unterschlagung für zwei Jahre und neun Monate ins Gefängnis, seine Komplizen Andrej N. (36) und David M. (34) wegen versuchter Erpressung für zweieinhalb Jahre. Nur Christian B. (33) kam für seine Tatbeteiligung – er stellte das Erpresser-Konto zur Verfügung – mit 21 Monaten Haft auf Bewährung davon.

Die Staatsanwaltschaft hatte sogar drei Jahre und zehn Monate Haft für Simon B. gefordert. Der hatte als Werkstudent bei der Eon-Tocher „E wie einfach" kurz vor seinem Ausscheiden auf einem USB–Stick gespeicherte Daten von 700000 Stromkunden mit nach Hause genommen. Der Konzern sei im Februar und März 2010 durch die anhaltenen Erpressungsversuche sechs Wochen in Angst und Schrecken versetzt worden, dass teils sensible Kundendaten an die Öffentlichkeit kommen.

Am Ende hatte Simon B. 800000 Euro für die Vernichtung der Daten verlangt. Das sei kein „Dummer-Jungen-Streich“, befand die Anklage. Simon B. und seine Komplizen hätten genau gewusst, was sie taten. Den Stick will Simon B. entsorgt haben. Bei Eon könne man nur hoffen, dass dies auch stimmt, so die Staatsanwaltschaft. jot

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