Mit "Spielgeld" bezahlt: Fälscher fliegt auf

Geldfälschung und Betrugshandlungen: Ein 26-jähriger Mann beschafft sich im Internet täuschend ähnliche Scheine ohne Wert.
John Schneider
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Sichergestellte, gefälschte Euro-Banknoten: Der Anteil sogenannter "Movie Money", nachgemachte Banknoten für Spiele oder Filmrequisite, ist hoch.
Sichergestellte, gefälschte Euro-Banknoten: Der Anteil sogenannter "Movie Money", nachgemachte Banknoten für Spiele oder Filmrequisite, ist hoch. © Boris Roessler/dpa

Ein Jahr auf Bewährung, so lautet das Urteil des Münchner Amtsgerichts in einem besonders dreisten Betrugsfall. Ein 26-Jähriger hatte sich im Internet sogenannte "Movie Money" besorgt und unter anderem an zwei Tankstellen zum Bezahlen genutzt. Das Gericht verurteilte ihn deshalb wegen Geldfälschung und Betrugshandlungen.

Bei dem Falschgeld handelt es sich um "Movie Money" 

Der Fall: Der Kosovare verschaffte sich mindestens drei 100-Euro-Falschgeldnoten, die er am 9. Januar 2024 an zwei Tankstellen in München ausgab. Am Tag darauf wollte er ein weiteres Mal mit Spielgeld zahlen. Diesmal an einer Supermarktkasse. Doch der Kassierer erkannte den Betrug.

Bei dem Falschgeld handelte es sich um "Movie Money" oder "Prop Money". Dieses ist in Aussehen und Größe echtem Geld nachempfunden, jedoch auf einfacherem Papier und in der Regel ohne Sicherheitsmerkmale hergestellt.

Angeklagter räumt den Vorwurf des Betrugs ein

Es ist zum Teil bei großen Internetversandhändlern als "Spielgeld" oder "Filmrequisite" erhältlich. Auf den Scheinen ist regelmäßig in kleiner Schrift "Copy" oder ähnliches vermerkt. So auch bei den Scheinen des 26-Jährigen.

Das Schöffengericht begründet sein Urteil unter anderem so: "Der Angeklagte hatte eingeräumt, an den jeweiligen Daten vor Ort gewesen zu sein und in Täuschungsabsicht mit den Geldscheinen gezahlt zu haben. Es handelte sich seiner Auffassung nach aber um eindeutig als solches identifizierbares Spielgeld."

Der Angeklagte räume mithin den Vorwurf des Betrugs ein, bestreite jedoch, sich Falschgeld beschafft zu haben. Im Prozess erklärt er zu seiner Verteidigung, dass man vergleichbares Geld auch bei Amazon kaufen könne. Woher er das Spielgeld bekommen hat, verrät er aber nicht.

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