Mit Kleinbus in Wohnzimmer der Ex gerast - Urteil erwartet

Aus blinder Wut raste ein Mann im Juni 2018 mit einem Auto in das Wohnzimmer seiner Ex-Frau - am Freitag wird das Urteil erwartet. Die Vorwürfe wiegen schwer, der 33-Jährige hat seine Tat bereits zugegeben.
| AZ/dpa
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Der 33-Jährige raste im Juni 2018 ins Wohnzimmer seiner Ex-Freundin - am Freitag wird das Urteil am Landgericht München II gefällt.
AZ-Montage, Thomas Gaulke, dpa/Peter Kneffel Der 33-Jährige raste im Juni 2018 ins Wohnzimmer seiner Ex-Freundin - am Freitag wird das Urteil am Landgericht München II gefällt.

München - Mit seinem Auto ist ein Mann in das Haus seiner Ex-Freundin gerast - am Freitag wird gegen ihn ein Urteil am Landgericht München II erwartet.

Es war versuchter Mord, sagt die Anklage, die Verteidigung bestreitet dies. Es habe keinen Tötungsvorsatz gegeben, der Angeklagte habe in Erregung gehandelt, argumentierte die Rechtsanwältin am Freitag vor dem Landgericht München II. Sie forderte eine Bewährungsstrafe wegen Sachbeschädigung. Staatsanwaltschaft und Nebenklage verlangten elf Jahre Gefängnis wegen versuchten Mordes. Das Urteil wird am Nachmittag erwartet.
 

In der Anklage zu Prozessbeginn vor gut zwei Wochen hatte es geheißen, der KFZ-Mechaniker habe seine ehemalige Freundin und deren neuen Lebenspartner aus blinder Wut über die Trennung töten wollen. Auch den Tod der vierjährigen Tochter der Frau habe er in Kauf genommen.

Mann fährt mit Auto in Haus und greift Ex-Freundin an

Der 33 Jahre alte Angeklagte hatte die Tat vergangene Woche zugegeben. Er sei am Tatabend Mitte Juni 2018 mit einem Kleinbus in die Terrassentür gefahren. "Ich wollte aber nie jemandem etwas antun und jemanden umbringen." Zum genauen Tatablauf und seinen Motiven hatte er sich zunächst nicht geäußert. Laut Anklage waren der Tat Drohungen vorausgegangen.

Am letzten Verhandlungstag wird die Beweisaufnahme fortgesetzt. Dazu werden auch Sachverständige gehört. Ein Urteil wird für den späten Nachmittag erwartet. Das Gericht könnte aber auch einen weiteren Verhandlungstag für die kommende Woche ansetzen.

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