Mit Drohnen gegen das Coronavirus: So ein Unsinn!

Die Gewerkschaften der Polizei liebäugeln mit einer Überwachung durch die Flugobjekte. Bayern verzichtet aktuell auf Corona-Kontrolldrohnen und
| Natalie Kettinger
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Natalie Kettinger kommentiert die Polizeikontrollen per Drohne in der Corona-Krise.
imago images / PanoramiC/AZ-Montage Natalie Kettinger kommentiert die Polizeikontrollen per Drohne in der Corona-Krise.

Die Gewerkschaften der Polizei liebäugeln mit einer Überwachung durch die Flugobjekte. Bayern verzichtet aktuell auf Corona-Kontrolldrohnen und laut Innenministerium soll das vorerst auch so bleiben. AZ-Politik-Chefin Natalie Kettinger über den Einsatz von Drohnen in der Corona-Krise.

Wir erinnern uns: In den ersten Tagen der Ausgangsbeschränkungen fuhren Lautsprecherwagen durch München, aus denen die Ansage dröhnte, doch bitte zu Hause zu bleiben. Das erinnerte stark an George Orwell, war – zu Anfang der Kontaktsperre – aber womöglich berechtigt, um die Menschen zu informieren.

Drohnen-Kontrolle: Zurschaustellung polizeilicher Kontrolle

Mittlerweile weiß jedoch wirklich jeder, dass er Abstand zu seinen Mitmenschen halten soll, nur mit Angehörigen des eigenen Hausstands unterwegs sein darf und dass Corona-Partys verboten sind. Die große Mehrheit der Bevölkerung hält sich an diese Regeln. Wofür braucht es also Drohnen, die quasi aus dem Nichts in den Isarauen auftauchen und mechanischknatternd Spaziergänger belehren?

Das ist eine unangebracht martialische Zurschaustellung polizeilicher Kontrolle, ein weiterer Eingriff in die Privatsphäre der Menschen – und vor allem Unsinn: Woher will die Drohne denn wissen, ob sie eine Clique ausgespäht hat, die sich verbotenerweise am Ufer trifft oder aber eine Großfamilie? Also: Lassen wir den Unfug!

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