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Bekommt München das Champions-League-Finale 2028? Entscheidung ist gefallen

Kommt das Endspiel der Champions League 2028 nach München? Der Stadtrat hat am Mittwoch seine Signale gesendet.
von  Felix Müller
Paris feiert in Fröttmaning: Szene vom Finalabend 2025 in der Arena.
Paris feiert in Fröttmaning: Szene vom Finalabend 2025 in der Arena. © IMAGO/Gonzales Photo

Update, 19. August, 11.05 Uhr: München wird aller Voraussicht nach das Champions-League-Finale 2028 bekommen. Man ist die einzige Bewerberstadt. Und dass man das bleiben will, hat der Stadtrat am Mittwochmorgen (19. August) entschieden. 

In einer Mitteilung der Stadt ist die Rede von vier Veranstaltungstagen rund um das Finale Ende Mai 2028. Ein zentral gelegenes viertägiges Champions-League-Festival soll die zwei Fan-Meeting-Points für die Anhänger der beiden Mannschaften ergänzen.

OB Dominik Krause (Grüne) sagte: "München hat 2025 einmal mehr gezeigt, dass wir Sportgroßereignisse auf höchstem internationalen Niveau ausrichten können." Eine erneute Ausrichtung sei "eine große Chance, München als weltoffene, sportbegeisterte und leistungsfähige Gastgeberstadt international zu präsentieren".

Ursprungsmeldung, 17. August: Die Zeiten, in denen sich europäische Städte um das Ausrichten von Champions-League-Finalspielen rissen, sind vorbei. Alleine die Anforderungen an die modernen Stadien sind so hoch, dass nur wenige Standorte mitspielen können. So kommt es, dass München schon 2028 wieder an der Reihe ist, obwohl das Finale hier erst 2025 stattfand.

Steuergeld für ein Großevent in der Arena des FC Bayern: Wofür wird es ausgegeben?

Und: dass es überhaupt keinen anderen Bewerber gab. Das gab die Uefa schon 2025 offiziell bekannt. An diesem Mittwoch soll nun der Stadtrat zustimmen. Denn obwohl das Spiel selbst in der privatwirtschaftlich vom FC Bayern betriebenen Arena stattfindet, kommen auf die Stadt Kosten zu, etwa für Bus-Shuttles oder Sicherheitsvorkehrungen in der Stadt.

Verhandelt wird der Kostenpunkt im Rathaus mal wieder hinter verschlossenen Türen. Wie viel Steuergeld aus der klammen Stadtkasse für das Ereignis eingeplant ist, sollte also nicht öffentlich werden. Doch wie die AZ aus Rathauskreisen erfuhr, plant die Stadt mit 2,38 Millionen Euro Steuergeld für das Event, das auch ein mehrtägiges Fanfest in der Stadt umfassen soll.

Inter-Mailand-Fans am Odeonsplatz 2025.
Inter-Mailand-Fans am Odeonsplatz 2025. © IMAGO/Giacomo Cosua (www.imago-images.de)

Im Rathaus findet man gar nicht so viel Geld. Man verweist darauf, dass die Uefa der Stadt weit entgegengekommen sei. Man habe hinterlegt, wie schlecht die Haushaltslage ist.

Und konnte offenbar erreichen, von mancher Verpflichtung entlastet zu werden. So sollen die Kosten aus öffentlichen Geldern gegenüber dem Finale 2025 deutlich gesenkt worden sein. Außerdem argumentiert man im Rathaus wie immer bei Sport-Großveranstaltungen mit dem erheblichen Mehrwert, insbesondere durch Einnahmen in Tourismus und Gastronomie rund um das Event und den Image-Gewinn.

Doch Sportreferent Florian Kraus (Grüne) räumt dem Vernehmen nach auch explizit ein, dass es "ernsthafte Bedenken gegen die umfassenden Verpflichtungen" gibt, die der Stadt auferlegt würden. Die Uefa könne den Vertrag mit der Stadt beispielsweise "grundlos kündigen", es bestehe ein "hohes Kostenrisiko" durch Klagen der Uefa.

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