Milliardenschwere Mode-Erbin auf Shoppingtour in München

Spaniens Fußballnationalmannschaft ist im Finale und Spaniens reichste Frau ist auf millionenschwerer Shoppingtour in München: Sandra Ortega Mera (57), die Tochter von Zara-Gründer Amancio Ortega Mera, hat mit ihrem Family Office zwei große Bürohäuser in feiner Lage gekauft: direkt gegenüber dem Prinzregententheater.
In das eine Gebäude in der Prinzregentenstraße 9 in Bogenhausen ist im Herbst 2025 erst die staatliche Immobilien Bayern gezogen. Der Betrieb, der sich um die staatseigenen Immobilien kümmert und sie verwaltet, hat dort 2700 Quadratmeter gemietet – die alte Bleibe in der Lazarettstraße war sanierungsbedürftig geworden.

Mal eben 168 Millionen Euro hat die Ferrado Inmuebles S. L. für die modernen Bürohäuser in Bogenhausen gezahlt. Das hat der Immobilieninvestor und Vermögensverwalter Conren Land Holding am Mittwoch mitgeteilt. Die Ferrado Inmuebles ist die Immobiliengesellschaft von Sandra Ortega. Das Vermögen der Spanierin wurde 2025 auf 10,4 Milliarden Euro geschätzt.
Zu ihrem großen Reichtum kam die Spanierin 2013, als ihre Mutter starb. Rosalia Mera und ihr Vater Ancio Ortega hatten in den 1970er Jahren gemeinsam das Unternehmen Inditex gegründet. Es ist heute eines der größten Modeunternehmen weltweit. Zu ihm gehören außer Zara auch Zara Home, Pull & Bear, Massimo Dutti, Bershka, Stradivarius und Oysho sowie die günstige Modemarke Lefties.

Mit dem Tod der Mutter erbte Sandra Ortega Mera einen Anteil von rund 4,5 Prozent an Inditex. Nun gibt es nur noch einen Menschen in Spanien, der reicher ist als sie: ihren Vater. In das Unternehmen Inditex ist die Tochter nicht eingebunden. Sie soll sehr zurückgezogen leben. Sandra Ortega Mera hält außerdem etwa 5,15 Prozent an dem Pharmaunternehmen Pharmamar. Und sie engagiert sich für die Fundación Paidea, einer von ihrer Mutter gegründeten gemeinnützigen Stiftung, die die berufliche Ausbildung von Menschen mit Behinderungen fördert.
Und warum ist die Spanierin auf Immobilien-Shoppingtour in München? Wie Conren Land mitteilte, will Ferrado Inmuebles seine Präsenz "an einem der etabliertesten Bürostandorte Deutschlands stärken". München zähle zu den wirtschaftsstärksten Metropolregionen Europas "und bietet langfristig attraktive Rahmenbedingungen für hochwertige Büroimmobilien". Ferrado Inmuebles plane, die Gebäude am Prinzregentenplatz 7 bis 9 langfristig im Bestand zu halten.

Komplett und gut vermietet sind die Gebäude jedenfalls. Bereits im Sommer 2025 hat die spanische Milliardärin ein Gebäude in München gekauft – laut Branchenkennern für rund 75 Millionen Euro. Wie der Immobiliendienst "Green Street News" im Juni 2025 berichtete, hat Ortega Mera über ihr Family Office das "Novella 7" an der Leopoldstraße 7 erworben.
Viele Schwabinger kennen das Haus: Im Erdgeschoss ist das italienische Restaurant Bar Giornale. Größter Mieter in dem Gebäude (gebaut 1982) ist die Anwaltskanzlei Allen & Overy. Sie hat fünf von sechs Etagen gemietet.