Mieses Karma: Für Münchner kommt es nach Bagatell-Unfall immer dicker

Der Fluch seiner vielen Taten hat einen 30 Jahre alten Mann in München jetzt eingeholt. Am Samstag schrammte er mit einem Moped in der Schleißheimer Straße 500 an einem geparkten Opel entlang und stürzte. Anschließend wollte er verschwinden. Dabei wurde er aber von einer Zeugin (29) beobachtet, die die Polizei rief. Damit ging der Ärger für den in München lebenden Kosovaren erst so richtig los.
Fahne, aber keine Fahrerlaubnis
Eine Polizeistreife erwischte den Verdächtigen noch in der Nähe der Unfallstelle. Den Beamten fiel dabei auf, dass der 30-Jährige nach Alkohol roch. Außerdem hatte er für die Honda nicht die erforderliche Fahrerlaubnis. Das Moped hatte er sich lediglich ausgeliehen. Unter dem Sitz des Leichtkraftrades war zudem eine Schreckschusswaffe mit dazugehörigem Magazin und Munition versteckt, sagte ein Polizeisprecher. Den dafür erforderlichen kleinen Waffenschein besitzt der 30-Jährige nach Polizeiangaben nicht.
Offener Haftbefehl
Bei der Überprüfung der Personalien des Verdächtigen fanden die Beamten zudem heraus, dass gegen den Mann ein offener Vollstreckungshaftbefehl vorlag. Wegen einer Ordnungswidrigkeit sollte er 1000 Euro plus die fälligen Gebühren zahlen. Das Letztere seiner Probleme konnte der Mann aus der Welt schaffen, indem er die Strafe sofort bezahlte.
Eine ganze Reihe neuer Ermittlungen
Bei dem 30-Jährigen wurde eine Blutentnahme durchgeführt. Gegen ihn wird zudem nun wegen Gefährdung des Straßenverkehrs, Fahren ohne Fahrerlaubnis, sowie eines Verstoßes gegen das Waffengesetz ermittelt. Nach Beendigung aller Maßnahmen und der Anzeigenerstattung wurde er entlassen. Die weiteren Ermittlungen führen unter anderem das Kommissariat 24 und die Münchner Verkehrspolizei.