Mieses Karma: Für Münchner kommt es nach Bagatell-Unfall immer dicker

Erst kracht der Mann mit einem Moped gegen ein Auto. Bei einer Kontrolle stellen die Polizisten fest, dass der Mann betrunken ist, keinen Führerschein hat, zudem eine Schreckschusswaffe bei sich trägt und ein Vollstreckungshaftbefehl gegen ihn vorliegt. 
Ralph Hub |
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Einen echetn Pechvogel hat die Polizei in München nach einem Unfall erwischt. (Symbolbild)
Einen echetn Pechvogel hat die Polizei in München nach einem Unfall erwischt. (Symbolbild) © Sven Hoppe

Der Fluch seiner vielen Taten hat einen 30 Jahre alten Mann in München jetzt eingeholt. Am Samstag schrammte er mit einem Moped in der Schleißheimer Straße 500 an einem geparkten Opel entlang und stürzte. Anschließend wollte er verschwinden. Dabei wurde er aber von einer Zeugin (29) beobachtet, die die Polizei rief. Damit ging der Ärger für den in München lebenden Kosovaren erst so richtig los.

Fahne, aber keine Fahrerlaubnis

Eine Polizeistreife erwischte den Verdächtigen noch in der Nähe der Unfallstelle. Den Beamten fiel dabei auf, dass der 30-Jährige nach Alkohol roch. Außerdem hatte er für die Honda nicht die erforderliche Fahrerlaubnis. Das Moped hatte er sich lediglich ausgeliehen. Unter dem Sitz des Leichtkraftrades war zudem eine Schreckschusswaffe mit dazugehörigem Magazin und Munition versteckt, sagte ein Polizeisprecher. Den dafür erforderlichen kleinen Waffenschein besitzt der 30-Jährige nach Polizeiangaben nicht.

Offener Haftbefehl

Bei der Überprüfung der Personalien des Verdächtigen fanden die Beamten zudem heraus, dass gegen den Mann ein offener Vollstreckungshaftbefehl vorlag. Wegen einer Ordnungswidrigkeit sollte er 1000 Euro plus die fälligen Gebühren zahlen. Das Letztere seiner Probleme konnte der Mann aus der Welt schaffen, indem er die Strafe sofort bezahlte.

Eine ganze Reihe neuer Ermittlungen

Bei dem 30-Jährigen wurde eine Blutentnahme durchgeführt. Gegen ihn wird zudem nun wegen Gefährdung des Straßenverkehrs, Fahren ohne Fahrerlaubnis, sowie eines Verstoßes gegen das Waffengesetz ermittelt. Nach Beendigung aller Maßnahmen und der Anzeigenerstattung wurde er entlassen. Die weiteren Ermittlungen führen unter anderem das Kommissariat 24 und die Münchner Verkehrspolizei.

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3 Kommentare
Bitte beachten Sie, dass die Kommentarfunktion unserer Artikel nur 72 Stunden nach Veröffentlichung zur Verfügung steht.
  • Erdbeermund am 07.09.2026 17:44 Uhr / Bewertung:

    Betrunken fahren, keine Fahrerlaubnis, eine Waffe dabeihaben, Unfall bauen und anschließend abhauen – und am Ende geht man wieder nach Hause. Genau solche Fälle lassen viele Menschen den Glauben daran verlieren, dass Regeln und Konsequenzen überhaupt noch etwas bedeuten. Einen Rechtsstaat muss man sich leisten können – aber wir können es uns auf Dauer nicht leisten, dass notorische Regelbrecher immer wieder neue Chancen bekommen, während sich die Mehrheit an die Regeln hält.

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  • Der wahre tscharlie am 07.09.2026 16:27 Uhr / Bewertung:

    Murphys Gesetz in Reinkultur :-)

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  • Wickie712 am 07.09.2026 17:37 Uhr / Bewertung:
    Antwort auf Kommentar von Der wahre tscharlie

    der vergessene Helm fehlte nur noch.

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