Mehr Urlauber und mehr Übernachtungen in München: Der Tourismus boomt

In Skandinavien boomen Städtereise nach München. Auch in den Benelux-Staaten läuft’s. Nur die Russen bleiben immer noch weg.
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Schweden sind nicht nur große Fußballfans, sie sind allgemein sehr reisefreudig.
dpa Schweden sind nicht nur große Fußballfans, sie sind allgemein sehr reisefreudig.

München - Noch weiß man nicht, wie sich der Amoklauf vor gut drei Wochen auf die Besucherzahlen auswirken wird. Auch ob die Terrorattacken in Würzburg und Ansbach einen spürbaren Effekt haben werden, ist derzeit noch nicht absehbar. Für die erste, von Gewalttaten noch unberührte Jahreshälfte hat das städtische Tourismusamt nun aber eine positive Bilanz gezogen.

Demnach haben Touristen zwischen Anfang Januar und Ende Juni in München 6,5 Millionen Nächte verbracht. Das sind 3,4 Prozent mehr als im Vergleichszeitraum des vergangenen Jahres. Das liegt vor allem an dem Trend, dass Städtereisende gerne ein paar Tage dranhängen, wenn es ihnen irgendwo gefällt. Aber auch die Zahl der Besucher selbst ist gestiegen: um knapp vier Prozent auf 3,3 Millionen.
 

Lesen Sie hier: Touristen lassen in München mehr Geld liegen

Die meisten Touristen kommen dabei nach wie vor aus Deutschland (D), Österreich (A) und der Schweiz (CH), den sogenannten DACH-Staaten. Fast 60 Prozent aller Übernachtungsgäste stammen aus einem dieser drei Länder (siehe Kasten). Stark im Kommen sind aber auch Skandinavien und die Benelux-Staaten. Finnland, Dänemark, Norwegen und Belgien – aus diesen Ländern kamen heuer bisher um die 15 Prozent mehr München-Besucher als sonst. Aus den Niederlanden sogar 21,6 Prozent mehr.

Das städtische Tourismusamt erklärt diese Entwicklung damit, dass die Stadt in diesen Ländern seine Marketingmaßnahmen verstärkt habe. Dänen und Belgier zum Beispiel seien grundsätzlich sehr reisefreudig, erklären die städtischen Tourismusexperten, deswegen habe man nun damit begonnen, die Potenziale dort zu heben.

Weiter starker Abstieg auf dem russischen Markt

Der russische Markt dagegen schwächelt nach wie vor. Die Zahl der Übernachtungen ging heuer erneut um 17,8 Prozent zurück. Grund dafür sind die europäisch-russischen Verstimmungen auf politischer Ebene. Und auch der München-Boom in den arabischen Golfstaaten hat leicht abgeflaut. Es kamen zwar 4,4 Prozent mehr Besucher, wegen des frühen Ramadan blieben die aber deutlich kürzer als im vergangenen Jahr.

 

Aus diesen Ländern kommen die meisten München-Touristen

1. Deutschland: 3.495.682

2. USA: 356.752

3. Italien: 234.267

4. Großbritannien: 215.220

5. Schweiz: 207.936

6. Arabische Golfstaaten: 201.734

7. Österreich: 175.199

8. China: 135.234

9. Südostasien: 128.649

10.Russland: 121.959

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